„Das Mädchen“ – Stephen King

“ … Sie hockte bei einbrechender Dunkelheit hier draußen im regennassen Wald, hatte sich verlaufen und war allein, aber sie konnte dreißigtausend Menschen hören. Das war ein Wunder. …“ (Seite 86) 

DIE WELT HAT ZÄHNE.
UND MIT DENEN BEISST SIE ZU, WANN IMMER SIE WILL.

Die neunjährige Trisha unternimmt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter eine Wanderung.
Trisha verlässt kurz den Weg – und verläuft sich im Wald. Hunger und Durst, Mückenschwärme und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit sind nicht ihre einzigen Begleiter …

„Das faszinierende Portrait eines Mädchens, das mit Fantasie und hinreißender Lebenskraft die Schattenlinie von Virtualität und Realität überschreitet.“
Die Welt

„Kings bester Roman seit langem.“
Focus

Trishas Eltern leben in Scheidung, das Verhältnis der Mutter zu ihren beiden Kindern nicht das beste und so stehen ständig Ausflüge auf dem Programm, die ihren Bruder Pete herzlich wenig interessieren. Diesmal geht es in die Wälder Neuenglands, nicht unbedingt Trishas liebstes Ziel, aber sie versucht, sich das nicht anmerken zu lassen. Doch das Unheil naht, als Trisha pinkeln muss und sich in die Büsche schlägt. Um schneller wieder aufzuholen, nimmt sie einen anderen Weg zu Mutter und Bruder und steht plötzlich mutterseelenallein in der Wildnis…

Der Klappentext macht neugierig, ohne Frage, leider war das Buch eine große Enttäuschung für mich. Ein kleines Mädchen irrt tagelang allein durch den Wald, ja, da hätte man etwas draus machen können, hätte … Aber die Geschichte plätschert träge vor sich hin und die Baseballabschnitte waren noch einschläfernder als der Rest.
Das Radio ist die einzige Verbindung zur Außenwelt, ja das habe ich verstanden und ich hätte über die ganzen Berichterstattungen hinwegsehen können, wäre zwischen durch mal etwas aufregenderes passiert als Durchfall und Magenkrämpfe … Überhaupt, wenn man mit seinen Kindern unterwegs ist, fällt einem doch nicht erst nach einer halben Ewigkeit auf, das eins fehlt, muss ja aber wohl so gewesen sein, anders kann ich mir nicht erklären, dass rufen nicht funktioniert. Also ist Trisha mit ihrem Rucksack, in dem sich etwas zu essen und trinken, eine Regenjacke und ein Walkman befindet, ganz auf sich allein gestellt, an sich ein Alptraum. Doch irgendwie lässt sie mich vollkommen kalt und ich weiß nicht warum, ich kann zu ihr einfach keine Beziehung aufbauen. Die Tom Gordon Passagen sind zäh und langatmig. Tom ist für das Mädchen die Verbindung zur Außenwelt, an sich ist das schlau gemacht von King, der Haken an der Sache ist, dass Baseball in Amerika zwar einen hohen Stellenwert hat, hier aber nun mal so gut wie gar nicht verbreitet ist, vielleicht fehlt mir dafür also schlicht und einfach das Verständnis.
Das Buch einem Genre zuzuordnen, fällt mir ebenfalls schwer, was ist es?
Für mich noch am ehesten ein Jugendbuch, aber ich glaube, ich begnüge mich schlicht und ergreifend mit Roman …

Auch wenn es mir leid tut, das zu sagen, aber „Das Mädchen“ ist neben „Puls“ für mich das schwächste Buch von Stephen King, aber natürlich ist das nur meine ganz persönliche Meinung.
Wer Spannung erwartet oder nicht auf Baseball steht, sollte lieber zu einem anderen King-Titel schreiben, zum Glück gibt es ja genug andere Bücher von ihm.
Sorry, aber hier reicht es leider nur für 2 von 5 Miezekatzen, mehr ist einfach nicht drin.
PS: Da ich nur zwei alte Hardcover-Ausgaben des Buches ohne ISBN habe, habe ich ganz frech einfach mal auf die Angaben des demnächst erscheinenden Taschenbuchs zurückgegriffen, man möge mir verzeihen.^^

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