„Profiling Murder 8 : Letzter Atemzug“ – Dania Dicken

“ … Der Fall erregte deshalb Lauries Aufmerksamkeit, weil der junge Mann splitterfasernackt in einer Gasse gefunden worden war. Lediglich sein Kopf war von einer Latexmaske bedeckt. …“

Folge 8: Beim Durchforsten einiger Cold Cases stößt Laurie auf gleich mehrere grausame Sexual- und Foltermorde, die sie tief erschüttern. Und die Morde an den Jugendlichen und jungen Männern weisen erstaunliche Parallelen auf. Für Laurie steht sofort fest: Das ist das Handwerk eines Serientäters, der noch immer aktiv sein muss. Denn eines der Delikte liegt noch gar nicht weit zurück. Wird es ihr und Jake gelingen, diese Fälle doch noch aufzuklären und den Killer zu finden, bevor er wieder zuschlägt?

Laurie Walsh war eine erfolgreiche Polizistin. Bis sie aus Notwehr schießen musste – und ein Mensch starb. Die Bilder verfolgen sie selbst Jahre später noch jede Nacht. Doch dann meldet sich ihr ehemaliger Partner Jake und bittet sie um Hilfe bei einem Fall. Und Laurie wird klar, wie sehr ihr Herz noch an der Polizeiarbeit hängt. Sie kehrt an Jakes Seite in ihren Job zurück und ermittelt fortan in besonders harten Fällen, die selbst die Ermittler tief erschüttern. Und gerät dabei nicht selten selbst ins Visier der Täter …

Auch bei Laurie geht es manchmal eher ruhiger zu und so nutzt sie die freie Zeit und wühlt sich durch alte ungelöste Fälle, die Cold Cases. Dabei stößt sie auf den Mord an einem 18-jährigen Schüler, der sie aufhorchen lässt, denn das Ganze klingt nicht nach einer Einzeltat. Und tatsächlich findet sie noch mehr Opfer, alle sehr jung und schwul, hier scheint ein Serienmörder mit einer ganz bestimmten Zielgruppe am Werk zu sein, denn alle hatten vorher scheinbar einvernehmlichen Sex. Außerdem steigert sich die Gewaltbereitschaft des Killers von Mord zu Mord und die Zeit rennt ihnen davon, denn gerade ist wieder ein junger Mann verschwunden …

Auch dieser Fall tut es den Vorgängern gleich, kein Knaller, aber solide, ich begleite Laurie und Jake einfach gern bei ihren Ermittlungen, vorzugsweise abends im Bett vorm Einschlafgen, meist reicht dafür sogar ein Abend, für mich die passende Gute-Nacht-Lektüre.

Diesmal stößt Laurie auf einen bereits sechs Jahre alten Fall, der ihre Neugier weckt, auch Jack kann sich dem nicht entziehen und da momentan nichts aktuelles anliegt, können die beiden sich ganz offiziell den Morden widmen, in denen eine Dating App für Homosexuelle eine Rolle zu spielen scheint. Das tückische an der ist, dass man sein Profil und die gesendeten Nachrichten ohne Spuren jederzeit löschen kann.
Wiedermal wird uns gezeigt, dass die ganze moderne Technik sich auch durchaus negativ auswirken kann, wenn wir uns gutgläubig ins Abenteuer stürzen, denn im Netz herrscht ja trotz allem immer noch eine gewisse Anonymität und das bietet natürlich einen ganz besonderen Reiz, nicht nur für heimliche Sextreffen.

Wer auf Polizeiermittlung steht, die bei dieser Länge natürlich nicht allzu viele Überraschungen bietet, ist mit dieser Reihe bestens bedient. Die Fälle sind Abwechslungsreich, wobei es natürlich, wie der Titel verrät, immer um Mord geht, allerdings sind Täter und Opferkreis immer recht unterschiedlich, so dass keine Langeweile aufkommt. Und so gibt es auch für Teil 8 von mir wieder 4 von 5 Miezekatzen. 

PROFILING MURDER:
01 – „Blutige Tränen
02 – „Kalter Abgrund“
03 – „Langsamer Tod“
04 – „Falsches Vertrauen“
05 – „Riskantes Spiel“
06 – „Tödliche Intrige“
07 – “ Stumme Opfer“
08 – „Letzter Atemzug“
09 – „Mörderische Angst“
10 – „Opferblut“
11 – „Finstere Besessenheit“
12 – „Böses Blut“

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