„Bienensterben“ – Lisa O’Donnell

Nachdem ich den Post letzte Woche „Ich und die Menschen“ gewidmet habe, ist auch diesmal wieder ein Buch dran, dass mich sehr berührt hat und zwar „Bienensterben“ ( Rezi hier) von Lisa O’Donnell.
Ja, wieder ein Buch fürs Herz und eigentlich doch recht ungewöhnlich für mich, aber ab und an braucht auch mein kleines schwarzes Herz mal ein bisschen Gefühl und ein paar Tränchen.
Und wer die hier nicht vergießt, dem kann man nicht mehr helfen, denn die Geschichte der beiden Schwestern hat es wirklich in sich. Seite für Seite taucht man mehr in ihre Welt ab, in ihre verkorkste Kindheit.

Das Buch beginnt mit dem Tod der Eltern, plötzlich sind die beiden allein. Dass sie es eigentlich schon vorher waren, erfährt man erst nach und nach. Auch der erste Eindruck, dass es sich vor allem bei Marnie um einen kaltherzigen, abgebrühten Teenager handelt, verfliegt schnell.
Mit Nelly und Marnie hat die Autorin zwei völlig ungleiche Charaktere geschaffen, von denen man glaubt, sie haben nicht viel gemeinsam, die auf die Geschehnisse völlig unterschiedlich reagieren und doch ist da dieses unsichtbare Band zwischen den Schwestern, man muss die beiden einfach gern haben.
Und dann ist da noch Lennie, der die beiden Mädchen beobachtet, sich wundert, warum sie so oft allein sind und schließlich versucht, mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Auch er ist ein Außenseiter, als Perversling verschrien. Doch sind die Gerüchte wirklich wahr?
In „Bienensterben“ dreht sich alles um eine kaputte Familie, Sehnsüchte, Vorurteile und Vertrauen. Die Story selbst ist düster und doch ist da immer ein Licht am Horizont und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Kurz und knapp, ein Buch, das uns allen zeigt, die sind Dinge nicht immer so, wie sie scheinen und die Ausgestoßenen sind ganz oft die mit dem größten Herz.
Unbedingt lesen und Taschentücher bereitlegen. 

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