„Zum Teufel mit dem Autor“ – Michael Barth

“ … Ja, ihr verdammten Warmduscher, ich bin verfickt nochmal der Teufel. Wem sich bei meiner Wortwahl die Nackenhaare aufstellen, der soll gefälligst Pilcher oder so´n Weichkäse lesen. …“

Stell dir vor, du wärst Schriftsteller. Du denkst,
die Protagonisten sind deine eigene Erfindung und
dann stehen sie plötzlich leibhaftig vor dir.

Michael schreibt einen neuen Melvin Roman.
Doch plötzlich steht er in der Hölle seiner
eigenen Schöpfung gegenüber und versteht
die Welt nicht mehr. Ist es nur ein Traum?
Was sagt der Teufel dazu und welche
Rolle spielt seine notgeile Frau Johanna
in diesem seltsamen Spiel?

Eine schwarze Komödie/Satire.
Bissig, politisch höchst unkorrekt, verrückt,
verdorben, vulgär, böse und grotesk.
Melvin ist zurück und diesmal hat er Verstärkung.

Was würdest du tun, wenn du plötzlich der Herrscher über die Hölle wärst? Sollen deine Untertanen dich lieben oder fürchten? Durchgreifen oder Party machen? Das sind nur einige Probleme, denen sich der Autor Michael Barth stellen muss, als er plötzlich in der Hölle landet und dort den Platz mit Melvin, dem Protagonisten zweier seiner Bücher tauscht. Der ist natürlich niemand geringer als der Teufel selbst und landet in Michaels Familie. Das Chaos ist vorprogrammiert, aber das ist es eigentlich immer, wenn Mr. Satan sich die Ehre gibt …

Ich muss gestehen, ich habe zwar schon einige Bücher von Michael Barth gelesen, Melvin ist aber  an mir vorbeigegangen, bis ich die Ankündigung für das neue Buch las. Natürlich musste dann der erste Teil her und was soll ich sagen? Gleich nach dem Lesen landete dann auch der zweite im Regal. Und jetzt war es Zeit für Numero drei. Hach ja, was habe ich mich auf Addi, dem guten alten Freud und all die anderen durchgeknallten Charaktere gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Alte Bekannte treffen, auch in einem Buch, ist manchmal so ein bisschen wie nach Hause kommen, man freut sich darauf, ist vorher immer ein bisschen skeptisch und dann sitzt man doch wieder in trauter Runde zusammen und ist gespannt, was alle in der Zeit erlebt haben.
Den Umständen entsprechend gibt es diesmal zwei Vorworte, die Story wird schließlich auch aus zwei Perspektiven erzählt und wer jetzt denkt, dass es in der Hölle witzig, bei Familie Barth aber langweilig zugeht, der hat sich gewaltig geirrt. Ich fand es sehr erfrischend, dass jeder seinen kleinen Auftritt hat und dabei auch sein Fett wegbekommt. Natürlich sind die Witze flach und die Sprache etwas vulgär, aber hallo, es geht um Melvin, den verfickten Teufel… Oh sorry, das böse Wort ist wohl meiner Sympathie zu ihm geschuldet und mir im Eifer des Gefechts so rausgerutscht, ich gelobe Besserung… Wobei, nein, eigentlich nicht, denn manchmal mag ich es durchaus etwas derber, scheiß auf politisch korrekt, wer will das schon immer. Ab und an muss man einfach mal ein kleiner Melvin sein, oder ein großer, laut, vulgär, dämlich, aber immer unterhaltsam.^^

Definitiv kein Buch für Moralapostel, Feministinnen, Sonntags-Kirchgänger, Spaßbremsen und alle, die zum Lachen in den Keller gehen. Solltest du zu keiner der genannten Gruppierungen gehören, dann trau dich einfach.
Ich hab mich auf jeden Fall auch diesmal wieder köstlich amüsiert und weil ich so ein abgrundtief schlechter Mensch bin, mag ich natürlich besonders Addi und Johanna, ja was zusammen gehört … Und da immer wieder ganz dezent auf einen Johanna-Band hingwiesen wird, jaaaaa, ich will ihn und zwar unbedingt. Bis dahin vergebe ich 4 von 5 Miezekatzen und hoffe auf eine Fortsetzung.^^

Melvin – Reihe:
1.. „Zum Teufel mit der Hölle“
1.. „Zum Teufel mit dem Himmel“
3.. „Zum Teufel mit dem Autor“

 

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