„Der Zwischenraum“ – Stefanie Maucher

…“Auch das noch!“, schimpfte er vor sich hin.
Als Antwort ertönte ein leises Lachen, kaum hörbar. Elias erstarte. Mit angehaltenem Atem lauschte er, doch das Geräusch war nicht mehr da. War es das überhaupt gewesen? …“ (Seite 22)

Als Elias sich ein altes Haus kauft, ahnt er nicht, dass ihn diese Anschaffung Kopf und Kragen kosten wird. Voller Tatendrang zieht er ein. Sein Glück scheint perfekt, als er seine hübsche Nachbarin Cathy kennenlernt, in die er sich prompt verliebt. Wären da nur nicht die seltsamen Geräusche, die ihn nachts wachhalten. Bald mehren sich die Hinweise, dass er nicht der Einzige ist, der sich in seinem Haus aufhält. Die Jagd nach dem unerwünschten Mitbewohner beginnt – und findet ein jähes Ende, als Elias bei Reparaturarbeiten verunglückt.

Kopfüber im tragenden Unterbau feststeckend, lernt er Tommy kennen, der im Zwischenraum unter der Treppe lebt. Doch das ist erst der Anfang … Eine Talfahrt nimmt ihren Lauf, die Elias nicht nur ins Krankenhaus, sondern wegen versuchten Totschlags ins Gefängnis bringt.

Leider ist Elias der Einzige, der daran glaubt, dass Tommy tatsächlich existiert und dieser die Schuld an allem trägt, was passiert ist. Auf Kaution freigelassen, setzt Elias alles daran, seine Unschuld zu beweisen und Tommy zu finden, ohne dabei zu ahnen, dass er einem viel größeren Geheimnis auf der Spur ist …

In diesem außergewöhnlichen Thriller punktet die Autorin des Bestsellers »Fida« mit psychologischem Feingefühl, überraschenden Wendungen und Spannung auf hohem Niveau.

Elias hat sich ein Haus gekauft, günstig, renovieren muss er alleine, dafür stimmt der Preis.
Nach der Arbeit wird geschuftet und dann ist sie endlich da, die erste Nacht im eigenen Haus. Doch die verläuft anders als erwartet, denn merkwürdige Geräusche wecken ihn auf. Ist etwa jemand im Haus? Elias macht sich auf die Suche, kann jedoch nichts finden. Dafür weckt die hübsche Nachbarin sein Interesse und auch sie scheint nicht abgeneigt zu sein.
Doch das Gefühl, beobachtet zu werden, bleibt, und dann macht er unter der Treppe eine Entdeckung und sein Absturz beginnt …

 

Oh man, das fällt mir jetzt echt schwer, denn eigentlich mag ich die Bücher von Stefanie Maucher, aber „Der Zwischenraum“ war nicht meins.
Ein junger Mann kauft sich ein baufälliges Haus, um es in Eigenregie aufzumöbeln und wirft ein Auge auf die scharfe Nachbarin, so weit, so gut und durchaus nachvollziehbar. Dass außer ihm dort noch jemand ein und aus geht, ist schon gruselig und verspricht eine gute Geschichte, leider hab ich ein Problem und das bereits recht früh, genauer gesagt ab dem Punkt, an dem er seinen kleinen Unfall auf der Treppe hat. Natürlich kann so etwas passierten, doch alles, was darauf folgt, ist für mich einfach total an den Haaren herbeigezogen und auf Biegen und Brechen auf möglichst eklig getrimmt. Außerdem scheint sich dieser Teil des Buches endlos hinzuziehen. Ja, ich versteh durchaus, dass diese Situation für den Hausbesitzer schrecklich war und eine halbe Ewigkeit dauerte, trotzdem war mich das einfach zu viel.
Hinzu kommt, dass ich zu Elias keine wirkliche Bindung aufbauen konnte, ja, eigentlich sollte ich Mitleid mit ihm haben, aber irgendwie ging diese Rechnung nicht auf. Auch für Tommy hielt sich mein Mitgefühl in Grenzen, zu verstörend war sein Verhalten für mich.
Lediglich Cathy fand ich einigermaßen sympathisch, wobei mir ihr Verhalten bei den nicht beantworten Handynachrichten auch gegen den Strich ging.
Schade, ein Eindringling in den eigenen vier Wänden, der Stoff, aus dem Albträume sind, für mich wäre es echt der Horror zu wissen, dass jemand anders Zugang zu meinem ganz persönlichen Leben daheim hat. Es hätte das keine übertriebenen Ekelmomente gebraucht, zumindest nicht so ausgedehnt, die Tatsache allein ist schon schlimm genug. Auch das Ende hat mich nicht versöhnlicher gestimmt, das war mir nun wieder zu sehr auf Friede, Freude, Eierkuchen getrimmt und passte nicht zum Rest.

Ich persönlich habe mir von der Geschichte mehr versprochen, das Potential war da, leider war die Umsetzung nicht meins und manche Dinge fand ich sehr unglaubwürdig, so bleiben für „Der Zwischenraum“ diesmal leider nur 3 von 5 Miezekatzen. und auch wenn das Buch zumindest bei mir nicht gezündet hat, kann ich „Fida“, „Franklin“ und „In Flammen“ nur wärmstens empfehlen.

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