„Der Leichenficker von Stalingrad“ – Ralph D. Chains

“ … Der Zeitpunkt des qualvollen Todes war in den meist noch kindlichen Zügen eingefroren und würde nicht altern, bis der Frühling kam. … „

Berlin 1942. Feldpolizist Kessler bekommt einen Einsatzbefehl, der schicksalhafter nicht sein könnte. Mitten im Kessel der zerstörten Stadt Stalingrad treibt etwas Unausprechliches sein Unwesen.
Die gebrochenenen Soldaten der sechsten Armee werden getötet und geschändet. Wo Hunger, Tod und Elend regiert, kann man nur auf eine Art Frieden finden. Doch dieser Frieden ist den Landsern selbst nach dem Tod in Stalingrad nicht gegönnt. Wird es Kessler schaffen, den Leichenficker zu schnappen?

An der Front von Stalingrad dezimiert ein Mann die Reihen der Eindringlinge auf seine ganz eigene Art, als „Leichenficker von Stalingrad“ verbreitet er Angst und Schrecken, bis der Feldpolizist Kessler auf ihn angesetzt wird.

1942 wird Kessler von Berlin nach Stalingrad versetzt, dort lebt Olga mit ihrem Sohn, der nicht nur ein sehr fragwürdiges Verhältnis zu seiner Mutter Olga hat, sondern auch gern die Leichen von deutschen Soldaten sexuell missbraucht. Als Olga von einem Soldaten angeschossen wird, hetzt sie ihm ihren mutierten Sohn auf den Halt, dessen 60 cm Schwengel eine grausame Mordwaffe ist und der findet Gefallen an der Sache.
Die Lage der deutschen Soldaten an der Front ist miserabel, schon seit Wochen gibt es keine Lieferungen aus der Heimat mehr und so stehen meist Ratten auf dem Essensplan, kurzum, Kessler ist entsetzt, als er in Stalingrad eintrifft. Umgeben von halb verhungerten und verwundeten Männern spürt er nichts mehr von der Euphorie des Sieges. Als er dann auch noch erfährt, dass er den Leichenficker von Stalingrad fassen soll, der die Soldaten sprichwörtlich zu Tode fickt und sich dann auch noch an ihren Leichen vergeht, sinkt seine Stimmung noch mehr.
Und so landet er auf einem Posten mit nur zwei anderen Kameraden, denen er Storys über den Führer erzählt, während er darauf wartet, dass sich das Monster zeigt.
Obwohl „Der Leichenficker von Stalingrad“ nur eine Kurzgeschichte mit 66 Seiten ist, habe ich mich damit sehr schwer getan. Ich habe an sich keine Probleme mit Gewalt, solange sie nicht nur Mittel zum Zweck ist. Hier ist mir die Story einfach zu platt, zu sehr auf Brutalität und Ekel ausgelegt und auch die Figuren waren mir egal, mit „Cannibal Holidays“ hat mich Ralph D. Chains wesentlich besser unterhalten.

Natürlich erwarte ich bei einem Titel wie „Der Leichenficker von Stalingrad“ keine anspruchsvolle Literatur und das ist an sich auch gar kein Problem, aber wenn nur eine perverse Szene an die nächste gereiht wird und die Figuren eigentlich komplett austauschbar sind, bin ich raus und so sind mehr als 2,5 von 5 Miezekatzen hier einfach nicht drin.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert