“ … In Decadence World würde ihm ganz gewiss niemand helfen. Hier gab es keine Gnade, kein Mitleid und kein überraschendes kitschiges Happy End. Wenn du hier am Arsch warst, dann richtig. …“
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Zurück in die Hölle: Die Party geht weiter – und du stehst ganz oben auf der Gästeliste.
Die Welt hat sich verändert. Und sie ist nicht schöner geworden.
Was wäre, wenn aus dem dekadenten Albtraum, den nur die reichsten der Reichen feiern durften, plötzlich ein realer Ort wird? Ein Ort voller Wahnsinn, Gewalt und dunkler Abgründe – erschaffen von einem Autor, dessen Geschichten niemand unbeschadet übersteht?
Willkommen in Decadence World 2.
Dies ist nicht nur ein Buch. Es ist ein Abstieg.
Ein zweiter Akt in einer Trilogie, die alles infrage stellt: Moral, Realität – und deinen Verstand.
Was wäre, wenn Decadence World erst den Anfang markierte? Den Anfang vom Ende aller Dinge? Ja, was wäre das hier dann? Im besten Falle, der zweite Teil einer echt kranken Trilogie. Im schlimmsten Falle, deine neue Realität, von der du immer dachtest, sie wäre nur eine fucking Story. Wer lacht wohl am Schluss? Gott, der Teufel oder ein verrückter Autor?
Wer weiß das schon?
»Gott lacht. Der Teufel tanzt. Und du verlierst den Verstand.«
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Decadence ist eine Droge, die ihre Konsumenten auf einen Trip in eine Welt voller Gewalt und Perversionen schickt, in der sie sich abreagieren können. Was aber passiert, wenn man Unmengen davon in das Trinkwasser eines Kleinstädtchens kippt, dessen Bewohner keine Ahnung davon haben, was sie mit ihrem Morgenkaffe oder der selbstgemachten Limonade zu sich nehmen?

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Als Chadwick bei einem Dealer Decadence für 500 Millionen kaufen will, glaubt der zunächst an einen schlechten Scherz, die Geldbündel im Kofferraum überzeugen ihn jedoch und er wittert ein großes Geschäft.
Mit dem Stoff hat Chad einen ganz besonderen Plan, er will sich an seinem Kumpel Adam rächen, der am Untergang seiner IT-Firma Schuld ist.
Und was liegt da näher, als die aggressivmachende Droge ins Trinkwasser von Adams Heimatstadt, dem 33.000 Seelen Örtchens Kingsman zu schütten und die Bewohner so auf einen brutalen Trip zu schicken. Zu Chads Verwunderung wirkt der Stoff aber anders als sonst, denn anstatt sich gedanklich nach Decadence World zurückzuziehen und dort seine Wut und Mordgier auszuleben, lassen all jene, die von dem „gepanschtem“ Wasser getrunken haben, ihre Aggressionen an ihren Mitmenschen aus und so wirkt Kingsman schon bald, als wäre man in die Abgründe der Hölle hinabgestiegen. Dafür sorgen unter anderem Adam, Tierschützerin Chloè und die alte Dame Rose. Doch es gibt auch Leute, die kein Wasser getrunken haben und sich nun gegen die mordende Horde, die durch ihren Heimatort zieht, zur Wehr setzen müssen.
„Decadence World“ fand ich damals ja sehr unterhaltsam und hab mich auf die Fortsetzung gefreut. Obwohl, eine wirkliche Fortsetzung ist der zweite Teil eigentlich nicht, denn die Story geht in eine etwas andere Richtung. Während sich der Vorgänger eher an der „Hostel“ Reihe orientiert, erinnert mich „Decadence World 2“ an den Film „The Sadness“, den ich nicht mochte, allein schon weil die Mutanten dort nichts anderes zu tun haben zu scheinen, als ihre Sextrieb permanent an ihren Opfen auszuleben und genauso ergeht es mir leider auch hier. Eine zu dünne Story und Charaktere, die flach bleiben, wobei das eigentlich auch völlig egal ist, denn am Ende dienen sie alle nur als Kanonenfutter. Mitleid habe ich mit keinem von ihnen, mitfiebern Fehlanzeige.
Ja, natürlich ist das ein Kink Buch, bei diesem Namen auf dem Cover weiß man, was auf einen zukommt, die Geschichten sind alle schlüpfrig und brutal, aber bisher hat mich das nie so gestört wie hier. Bin ich vielleicht inzwischen zu alt für diese Art von Literatur? Keine Ahnung, aber diese Story hat mich so gar nicht gecatcht.
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„Decadence World 2“ war für mich leider zu viel des Guten: zu viel sexuelle Gewalt, nur um zu schocken, zu viel Fäkalsprache und dazu Figuren, die mir vollkommen egal waren, zu keinem konnte ich irgendeine Art von Beziehung aufbauen und so kann ich leider nur 2,5 von 5 Miezekatzen vergeben.
Wer auf Handlung verzichten kann, dafür aber auf Gemetzel und Fäkalsprache steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Und ganz ehrlich, ja manchmal braucht man auch solchen Lesestoff, ich bin allerdings diesmal raus.^^


