12 für 2026, Mai

Letztes Jahr zur Buchmesse hatte der Buchheimverlag ja einen ganz besonderen Gast, „Owen King“, und natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe bei der limitierten Sonderausgabe von „Die Kuratorin“ zugegriffen. Dann stand das Buch allerdings erstmal eine ganze Weile im Regal, bevor es auf meiner Leseliste für 2016 landete und nun kann ich guten Gewissens behaupten, ich habe es endlich gelesen, mit gemischten Gefühlen.
Ausstattungsmäßig ist das Buch top, der edle weiße Schuber und auch die Illustrationen von François Vaillancourt sind wie immer großartig, mit der Story tue ich mich allerdings etwas schwer, vielleicht habe ich mich aber auch zu wenig darauf eingelassen.
Im Mittelpunkt des Buches steht das Dienstmädchen Dora, das versucht, herauszufinden was mit ihrem Bruder geschehen ist. Nach einer Revoltion in ihrer Heimat wurde der König gestürzt und nun gibt es eine Übergangsregierung, zu der auch ihr Geliebter gehört. Der sorgt dafür, dass sie als Kuratorin über das Museum der Arbeiter wacht, in dessen unmittelbarem Umfeld seltsame Dinge vorgehen. Katzen gibt es übrigens auch und zwar jede Menge, die vierbeinigen Fellknäule spielen hier eine ganz besonder Rolle.
Eines sollte man vor dem Lesen wissen: Owen King schreibt ganz anders als sein berühmter Vater, zwar auch sehr ausschweifend, aber auch sehr bildhaft. Und vor allem serviert er seinen Lesern die Geschichte nicht auf dem Silbertablett, man muss aufpassen, selbst Schlüsse ziehen und Zusammenhänge herstellen. Das ist einerseits toll, manchmal aber eben auch ein bisschen anstrengend, gerade weil das Buch eine Menge Charaktere hat, die alle in irgendeiner Verbindung zueinander stehen. Außerdem hatz es bei mir eine ganze Weile gedauert, bevor ich gerafft habe, worauf er eigentlich hinaus will, hinzu kommen einige Handlungsstränge, die einfach ins Leere laufen. Oder ich habe es nicht gerafft, wer weiß.^^

„Ferryman“ – Justin Cronin
„Kein Zurück“ – Stephen King
„Sleeping Beauties“ – Owen & Stephen King
„Die Kuratorin“ – Owen King
„Boys in the Valley“ – Philip Fracassi

„Rachefrühling“ – Andreas Gruber
„Das Septemberhaus“ – Carissa Orlando
„Der Geisterbaum“ – Christina Henry
„Moonstone“ – Laura Purcell
„Fun“ – Bela B Felsenheimer
„As good as dead“ – Holly Jackson
„The hollow Places“ – T. Kingfisher

Am Ende war „Die Kuratorin“ eine interessante Leseerfahrung, aber ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von diesem Werk halten soll. Doch wer weiß, vielleicht kann mich „Sleeping Beauties“ überzeugen, das steht ja auch noch auf meiner Leseliste. Als nächstes ist aber erstmal „Moonstone“ von Laura Purcell dran, da weiß ich, worauf ich mich einlasse.

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