„Furie“ – Chelsea Cain

… Er beginnt nun, wie ein Polizist zu denken. Die anderen wurden ein paar Tage lang gefoltert, ehe sie die Leichen irgendwo ablud. Das heißt, er hat Zeit. Zwei Tage. Vielleicht drei. … (Seite 9)

Wer tot sein will, muss leiden …
… und manchmal ist der Tod ein Geschenk!

Zehn Tage war Detective Archie Sheridan in der Gewalt der Serienmörderin Gretchen Lowell. Zwei Jahre hat es gedauert, bis er sich von den Qualen seiner Gefangenschaft erholt hat. Doch frei ist er noch lange nicht. Regelmäßig muss er Gretchen im Gefängnis besuchen – auch an dem Tag, als er den Auftrag erhält einen Mädchenmörder in Portland, Oregon zu fassen. Sofort beginnt Gretchen ein neues Todesspiel zwischen Wahnsinn und Überleben …

Archie Sheridan war ein guter Polizist.
Bis sie kam, Gretchen, sich in sein Leben drängte, sein Vertrauen erschlich und ihn zum Ehebrecher machte.
Seine Ehe ist Geschichte, seine Gesundheit ruiniert und noch immer übt sie eine seltsame Macht über ihn aus, selbst dass sie ihn 10 Tage lang eingesperrt und gefoltert hat, kann nichts daran ändern…
Doch als Portland von einer neuen Mordserie heimgesucht wird, kehrt Archie nach zwei Jahren in seinen Job zurück, um den sogenannten „Schulmädchenmörder“ zu fassen.
Neben seinem alten Partner Henry bekommt er auch die Journalistin Susan zur Seite gestellt, die einen Artikel über ihn schreiben soll und bald mehr in die Sache verstrickt ist, als es allen lieb ist…

„Furie“ ist der erste Band von Chelsea Cains Reihe um Archie Sheridan und seine Besessenheit von Gretchen, der hübschen Serienmörderin, die ihren männlichen Kollegen in nichts nachsteht, nein, eigentlich sogar irgendwie noch einen Tick fieser ist, schon allein deswegen habe ich die manipulierende Schönheit sofort in mein kleines schwarzes Herz geschlossen.
Selbst Archie als erfahrener Ermittler ist ihr auf den Leim gegangen, hat ihr seine Probleme anvertraut und sich sogar in diese Frau verliebt, die jedoch hat nur ein Ziel.
Als man Sheridan schließlich mehr tot als lebendig findet, weiß er, er sollte überleben, denn Gretchen ist noch lange nicht fertig mit ihm…
Aber auch die durchgeknallte Reporterin Susan spielt eine wichtige Rolle.
Ist sie anfangs nur ein nerviges Anhängsel für den Detective, so entwickelt sie sich im Laufe des Buches weiter und irgendwie muss man sie und ihre tollpatschige Art einfach mögen.
Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Archies verkorkste Beziehung zu Gretchen, die ihn zwar fast getötet hat, mit der ihn aber dennoch eine seltsame Hassliebe verbindet. Jeder normale Mensch würde dies Frau verabscheuen, der Polizist jedoch fühlt sich trotz allem noch zu ihr hingezogen, seine Familie ist zerbrochen, er ein seelisches Wrack, aber immer noch ein verdammt guter Ermittler … 

Was für ein gelungener Start für eine Reihe.
Gut, kaputte Ermittler sind jetzt nix Neues in Thrillern, aber einer, der seiner Peinigerin so verfallen ist…
Das Cover mit dem Skalpell im Herzen stellt Archies merkwürdige Gefühle für Gretchen perfekt dar und ich freue mich auf den Rest der Reihe und gebe „Furie“ 4 von 5 Miezekatzen.

01. „Furie“
02. „Grazie“

03. „Gretchen“
04. „Totenfluss“
05. „Sterbensschön“
06. „Totengabe“

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