„Blu Ize“ – Arthur Gordon Wolf

 .. Blu Ize? Blödsinn.Das ist doch nur’n Szene-Hoax. Ein bescheuerter Mythos.“ Pokey griff in seine Hosentasche und zog eine silberne Blechdose hervor. Er gab Ger ein Zeichen, die Musik noch etwas weiter herunterzufahren und schüttelte sie dann vorsichtig.
Ein leises Rascheln erklang.   
„Hört sich das etwa wie ein Mythos an?“ ... 

Pokey und seine Kumpels stehen auf harten, ohrenzerfetzenden Sound: Cyberlypse.Sie sind Cyber Cranks, die sich lieber zudröhnen mit was auch immer als einer geregelten Arbeit nachzugehen. Da kommt es wie gerufen, dass Pokey die angesagteste Droge auf dem Markt besorgen kann: Blu Ize.Auf einem Cyberlypse Gig wollen es die Freunde so richtig krachen lassen.Blu Ize und Cyberlypse bilden jedoch eine unheilige Allianz. Sie öffnen das Tor zur Hölle. Im wahrsten Sinne des Wortes.Blu Ize ist ein weiteres Kapitel aus Arthur Gordon Wolfs UMC-Saga.

Als Pokey seinen Kumpel Ger in seiner heruntergekommenen Wohnung besucht, hat er etwas ganz besonderes in der Tasche, eine neue Droge namens „Blu Ize“, mit der jeder seinen eigens auf ihn abgestimmten Trip erlebt.
Doch natürlich hat die Sache einen Haken …

„Die Weissen Männer“ war die erste Geschichte aus Arthur Gordon Wolfs  UMC-Universum, die ich gelesen habe, das ist inzwischen schon eine ganze Weile her und so war ich auch diesmal wieder gespannt, was mich wohl diesmal erwarten würde.
Pokey, Ger und Sparks sind keine typischen Helden, ihr Leben besteht aus Musik, Drogen und Alkohol, nicht wirklich aufregend, aber gut beschrieben. So richtig mitgerissen hat es mich allerdings trotzdem nicht, vielleicht, weil die Story auch im Hier und Jetzt spielen könnte, wenn man von den Nanobots mal absieht. Ich habe das Futuristische vermisst, die Replikanten, das ganze Drum und Dran, das leider erst sehr spät ins Spiel kommt.
Am Ende nimmt die Story deutlich Fahrt auf und endet dann leider sehr abrupt, von daher ist die Bezeichnung Appetizer auf dem Cover gar nicht mal so verkehrt, denn natürlich ist man neugierig auf das, was dann folgt.
Sollte die Geschichte weitererzählt werden, verspricht sie durchaus eine Menge Spannung, das Appetithäppchen hat sein Ziel also erreicht, es hast mich neugierig gemacht. Trotzdem war es mir persönlich zu viel „Einleitung“ und zu wenig Action. 

Wie schon geschrieben, hat mir diesmal der futuristische Touch gefehlt und es dauert für 63 Seiten einfach zu lange, bis etwas passiert. Klar ist das so bezweckt, mich lässt es allerdings ein bisschen unzufrieden zurück, darum vergebe ich 3,5 von 5 Miezekatzen.

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