„Letzter Plan“ – Jenny Wood

“ … Einige bastelten, andere trainierten oder pflanzten Gemüse. Ich war zu einer Waffennärrin geworden. Nicht die beste Ablenkung, aber zum Stricken fehlte mir leider die Geduld. …“ 

„Du kennst die Regeln!“
Natürlich kannte ich sie. Ich hatte sie selbst mit aufgestellt.
Die Regeln – für Lisa und ihre Freunde der einzige Schutz vor dem sicheren Tod. Jeder muss sich an den Plan halten.
Eine fixe Idee rettet Lisa und ihre Freunde, als Chaos in Deutschland ausbricht, und stellt sie vor neue Herausforderungen. Gemeinsam errichten sie sich auf engstem Raum eine sichere Zone, lernen in der apokalyptischen Welt zu überleben. Dabei muss man sich auf jeden verlassen können und darf keine Schwäche zeigen. Freundschaften, Werte und die Liebe werden auf eine harte Probe gestellt und neu definiert.
Doch das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln.

Als Lisa und ihre Freunde bei einem feuchtfröhlichen Beisammensein beschließen, dass das Haus, in dem sie sich immer treffen wegen seiner Lage der perfekte Rückzugsort während einer Zombieapokalypse wäre, ahnt natürlich keiner von ihnen, dass diese bereits vor der Tür steht.
Doch nicht nur Lisa erinnert sich an jenen Abend und so kommt es, dass man sich, nachdem in Deutschland das Chaos ausgebrochen ist, tatsächlich vollzählig und sogar relativ gut ausgestattet dort trifft.
Anfangs sind 21 Leute vor Ort und man stellt gemeinsam Regeln auf, doch schon bald gibt es die ersten Opfer …

Und weiter gehts in der Zombie Zone Germany, diesmal mit „Letzter Plan“ von Jenny Wood und einer Truppe von Freunden, die sich in ein Ferienhaus zurückgezogen hat und dort nach ihren eigenen Gesetzen lebt.
Fünf Regeln, die über Leben und Tod entscheiden:

1. Wird ein Mitglied der Gruppe infiziert, muss er die Gruppe verlassen oder wird getötet.
2. Das Wohl der Gruppe ist über das des Einzelnen zu stellen.
3. Jeder hilft dort, wo er gebraucht wird, seinen Fähigkeiten entsprechend.
4: Im schlimmsten Fall ist jeder auf sich allein gestellt.
5. Wenn Rettung in Sicht ist, ist die ganze Gruppe zu informieren oder dem Evakuierungstrupp der Standort der Gruppe mitzuteilen.
Eigentlich klingen die Regeln recht einfach, doch wie reagiert man, wenn man selbst betroffen ist?
Kann man seine Freunde wirklich einfach so zurücklassen?
Für Lisa war ihr jetziges Versteck immer ein Ort der Freude, dort traf man sich, feierte Feste, goss sich einen hinter die Binde. Inzwischen ist es eher wie ein Gefängnis, man fühlt sich eingesperrt, die Stimmung ist oft gereizt und es kommt immer wieder zu Verlusten.
Dennoch ist mir die Gruppe noch immer zu groß,  zu viele Namen und ich hatte immer wieder so meine Problemchen, mich zu erinnern, wer denn nun zu wem gehört.
Ein bisschen mehr tiefe hätte den Charakteren gut getan, auch wenn das natürlich bei einer Novelle schwierig ist, aber ich hatte bei den Leuten einfach kein Bild vor Augen.
Außerdem spielt die Bedrohung durch die wandelnden Toten hier, zumindest für mich, zum ersten Mal eine größere Rolle als der Kampf der Überlebenden untereinander.
Natürlich gibt es auch hier wieder den obligatorischen Bösewicht, allerdings taucht der recht spät auf und spielt nicht so die große Rolle, das fand ich wirklich schade und auch das Ende hat mich nicht so ganz überzeugt.
Dafür fand ich das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe sehr gelungen und da die Autorin Lisa von den Ereignissen erzählen lässt, fühlt man sich fast als wäre man mittendrin im Geschehen.

„Letzter Plan“ ist für mich bis jetzt der schwächste Teil aus der Zombie Zone Germany Reihe. Das heißt natürlich nicht, dass das Buch schlecht ist, aber diesmal fehlt mir so ein bisschen der Kick, der Feind in den eigenen Reihen und so gibt es diesmal auch „nur“ 3,5 von 5 Miezekatzen.

Zombie Zone Germany:
01 .“Die Anthologie“ 

02. „Trümmer“ – Simona Turini
03. „Tag 78“ –  Vincent Voss
04. „Letzter Plan“ – Jenny Wood
05. „Zirkus“ – Carolin Gmyrek
06. „Blutzoll“ – Matthias Ramtke
07. „Xoa“ – Lisanne Surborg
08. „Fressen oder gefressen werden“
09. „Anthologie: Der Beginn“
10. „Hoffnung“ – Hanna Nolden

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