„The Dreaming: Band 1“ – Simon Spurrier, Bilquis Evely, Abigail Larson

“ … »Raben sind blöde Besserwisser und du redest mit der Luft, also verpiss dich. Ich bin nicht real.«
»Dora, he, dies ist das Traumland und hier kann niemand sagen wie real du bist, außer dir selbst.« … „

FINSTERNIS UND GEWALT IM TRAUMLAND
Zerfall und Dunkelheit bedrohen das Reich der Träume, dessen Herrscher Dream durch Abwesenheit glänzt. Daher müssen sein Vertrauter Lucien und der vorlaute Kürbiskopf Merv dafür sorgen, dass die Menschen weiterhin träumen. Doch welche Rolle spielt die monströse Dora, die alle Grenzen von Dreams Domäne überwinden kann? Als ein wahrer Albtraum erscheint, um die Bewohner des Träumens zu richten und die Ordnung mit aller Härte wiederherzustellen, eskalieren Finsternis und Gewalt … Für das Traumland aus Neil Gaimans (American Gods) Comic-Klassiker und Fantasy-Meilenstein SANDMAN beginnt eine neue Ära, inszeniert von Simon Spurrier (SANDMAN UNIVERSE SPECIAL, Doctor Who) und Bilquis Evely (WONDER WOMAN).

Unbekannte Kräfte dringen ins Traumland ein und versuchen, die Herrschaft an sich zu reißen. 
Lucien versucht, seiner Aufgabe als Vertreter des Traumkönigs gerecht zu werden, doch ihn plagen immer wieder Gedächtnisverluste, während Merv sich nach Führung sehnt und die Sache in die eigenen Hände nimmt. Keine gute Idee …
Um das Reich zu retten sind die Bewohner auf Dora angewiesen, von der niemand weiß, wer sie ist und woher sie kommt, aber sie hat eine besondere Fähigkeit, die sich als nützlich erweisen könnte. 

Kurz nachdem ich die „Sandman“ Reihe beendet hatte, fehlten mir schon einige der Figuren, aber zum Glück gibt es ja noch ein paar andere Geschichten, die im selben Universum spielen. Eine davon ist „The Dreaming“, die sich, wie der Titel schon sagt, dem Traumland widmet.
Allerdings fiel mir der Einstieg diesmal schwer und das, obwohl ich mich so auf ein Wiedersehen mit Lucien, Matthew und Merv gefreut habe, denn ich wurde gleich zu Beginn ohne Erklärung mitten ins Geschehen geworfen und dann taucht auch noch ein neuer Charakter auf, Dora, die ich überhaupt nicht einordnen konnte. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, wäre es wohl ratsam gewesen, vorher „Sandman Universe“ zu lesen, leider steht das nirgendwo und beim ersten Band eine Reihe gehe ich davon aus, dass die Geschichte von Anfang an erzählt wird, leider ist das hier nicht so.
Ich werde also ins kalte Wasser geworfen. Dream ist verschwunden und seinem Reich droht Gefahr, hm, ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie kommt mir das doch sehr bekannt vor … Aber egal, ich stürze mich trotzdem ins Abenteuer und muss schon bald feststellen, dass aus Merv, der Vogelscheuche mit Kürbiskopf plötzlich ein ziemlicher Arsch geworden ist. Gut, viel gemeckert hat er schon immer und genau dafür mochte ich ihn, jetzt allerdings regt er mich mit seinen merkwürdigen Ansichten einfach nur noch auf. War er schon immer so ein Idiot oder ist das jetzt der neue Merv unter dem neuen Sandman? Wo ist Dream und was hat es mit Dora auf sich? Fragen über Fragen und Antworten gibt es erstmal keine, trotzdem hat mich die Story gegen Ende dann doch gefesselt und ich werde dem zweiten Band eine Chance geben, schon allein, weil ich wissen will, was es mit dem Neuzugang auf sich hat. Und vor allem, weil Matthew, das schwarze Flatterviech, dass ich so ins Herz geschlossen habe, ebenfalls wieder mit an Bord ist. Vorher werde ich jedoch „Sandman Universe“ lesen, bei gerade mal 76 Seiten sollte das schnell erledigt sein und mir hoffentlich ein paar Dinge erklären.^^
Natürlich unterscheidet sich „The Dreaming“ auch sprachlich von der Sandman Reihe, schließlich  ist Simon Spurrier nicht Neil Gaiman, ihm das Wasser zu reichen ist auch schwierig, einige seiner Worte haben sich förmlich in mein Hirn gefressen. Aber das will ich hier gar nicht beurteilen, mich hat d
ie Geschichte an sich bisher noch nicht vom Hocker gehauen. Dafür ist die bildhafte Umsetzung wirklich toll, Bilquis Evely und Abigail Larson haben großartige Arbeit geleistet. 

Ich muss zugeben, ich habe etwas mehr Story und weniger Verwirrung erwartet. „The Dreaming“ beginnt recht ruhig, doch dann überstürzen sich die Ereignisse und mir fehlt irgendwie so ein bisschen der Durchblick. Doch so schnell werfe ich die Flinte nicht ins Korn, schon allein weil die zeichnerische Umsetzung eine Augenweide ist. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass mich der Folgeband inhaltlich mehr überzeugt, mehr als 3,5 von 5 Miezekatzen sind für den für mich etwas holprigen Start erstmal nicht drin.

„The Dreaming: Bd. 1“
„The Dreaming: Bd. 2“

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