„Marikas höchster Preis“ – Clarissa Kühnberger

„…Und dann …fange ich an zu weinen. Weil ich wütend bin. So verdammt wütend, ohneeinen wirklichen Grund dafür zu haben. Weil ich die Welt hasse. …“

Die Wut in meinem Kopf sickert wie heiße, dicke Lava durch meinen gesamten Körper. Ich habe das Gefühl, in Flammen zu stehen. Flammen aus Zorn und Wut und ich habe nur einen Gedanken: Brenn Welt, brenn!
Marika hasst ihr Leben und am liebsten würde sie eher heute als Morgen von dieser Welt verschwinden. Etwas, was schon bald Realität werden könnte, denn als sie eine erschütternde Diagnose erhält, wird ihre Lebensmüdigkeit auf eine harte Probe gestellt: Sie hat Krebs. Und plötzlich steht Marika vor der Entscheidung, ob sie sich behandeln lassen und weiterleben will oder ob sie dem Schicksal ihren Lauf lassen soll.
Eine zutiefst berührende Kurzgeschichte über den Kampf gegen die Depressionen, die Suche nach dem Lebenssinn und die Kraft der Gemeinschaft.

Begleite Marika bei ihren inneren Kämpfen und erlebe die unerwarteten Wendungen, die nur das Leben selbst hervorbringen kann. Diese Geschichte berührt Themen wie den Kampf gegen Depressionen, die Suche nach dem Lebenssinn und die Kraft der Gemeinschaft. „Marikas höchster Preis“ ist schwere Kost und doch lässt vermag es die Kurzgeschichte ein Licht von Hoffnung aufleuchten zu lassen.

Marika ist lebensmüde, im wahrsten Sinne des Wortes, die Arbeit nervt und die Kollegen erst recht, Hobbys hat sie nicht, dafür hat sie die Depression voll im Griff. Doch dann bekommt sie nach einem Bluttest eine Diagnose, die alles ändert.

Marika ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben, immer wieder wird sie grundlos wütend auf alles und jeden. Von einem Bandscheibenvorfall vor 2 Jahren hat sie sich nie so richtig erholt, seitdem fühlt sie sich immer wieder schlapp. Ihr einziges Hobby ist ihr Blog, auf denen sie sich über ihre Gefühle auslässt und sich immer wieder wundert, wie vielen Menschen es ähnlich ergeht. Um dem nbervenden Job zu entfliehen, taucht sie immer wieder beim Arzt auf. Über ihre Depression redet sie dort jedoch nicht. Als sie jedoch zur Auswertung ihres letzten Bluttests in die Praxis kommt, erwartet sie ein Schock, sie hat Leukämie. Nun muss sie sich entscheiden. Sie kann das tun, was sie schon die ganze Zeit wollte, einfach verschwinden. Oder um ihr Leben kämpfen.
Clarissa Kühnberger hat die Gefühle der jungen Frau wunderbar eingefangen, wobei wunderbar hier wahrscheinlich nicht das richtige Wort ist, denn Marikas Stimmung ist verdammt düster. Versunken in ihrer Depression ist die Diagnose ein Wachrütteln, zum ersten Mal seit langer Zeit muss sich Marika aufrappeln, etwas tun und das reißt sie aus ihrer Lethargie.

Leben oder Tod, wenn man plötzlich vor diese Entscheidung gestellt wird, bekommt man eine ganz andere Sicht auf das, was einem vorher nicht allzu viel bedeutet hat. Clarissa Kühnberger schreibt ihre Geschichte aus der Perspektive von Marika, ohne über sie zu urteilen, aber dafür sehr ergreifend, dafür vergebe ich 4 von 5 Miezekatzen.

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