12 für 2026, April

Der April ist um, Zeit für ein paar Worte zu meinem 12 für 2026 Read.
Nachdem mich weder „Der Geisterbaum“, noch „The hollow Places“ oder „As good as dead“ richtig abgeholt haben, bin ich mit meiner Auswahl diesmal komplett zufrieden, denn „Boys in the Valley“ ist für mich durchaus eine kleine Perle und schon allein das Setting hat mich neugierig gemacht.
Mit 30 anderen Jungs lebt Peter in einem abgelegenen, von der Kirche geführten Waisenhaus. Der Umghang der Priester mit den Kindern ist hart, drakonische Strafen an der Tagesordnung. Doch zwischen all der Strenge und Gewalt gibt es auch einen Lichtblick: Pater Andrew und der möchte gern, dass Peter in seine Fußstapfen tritt, der hat aber bereits zarte Bande zur Tochter des Farmers geknüpft, der dem Waisenhaus einen Teil seiner Ernte verkauft. Allzu lange muss sich Peter jedoch keine Gedanken über seine Zukunft machen, denn als der örtliche Sheriff mit ein paar Männern und einem Verletzten, der seltsame Schriftzeichen in die Haut eingeritzt hat, an die Tür klopft, hält das böse Einzug in den alten Mauern und die Bewohner müssen ums Überleben kämpfen.
Was soll ich sagen, ich mochte Philip Fracassis Buch wirklich gern und abgelegene Heime sind der perfekte Handlungsort für gruselige Geschichten, immerhin kann man sich da nur selten auf die Hilfe Unbeteiligter hoffen, sondern ist dort auf sich selbst gestellt. Und da es sich hier um eine Truppe Jungs handelt, die praktisch von jetzt auf gleich alleine dastehen, ist der Vergleich mit „Der Herr der Fliegen“ durchaus angebracht.

„Ferryman“ – Justin Cronin
„Kein Zurück“ – Stephen King
„Sleeping Beauties“ – Owen & Stephen King
„Die Kuratorin“ – Owen King
„Boys in the Valley“ – Philip Fracassi
„Rachefrühling“ – Andreas Gruber
„Das Septemberhaus“ – Carissa Orlando
„Der Geisterbaum“ – Christina Henry
„Moonstone“ – Laura Purcell
„Fun“ – Bela B Felsenheimer
„As good as dead“ – Holly Jackson
„The hollow Places“ – T. Kingfisher

Doch nicht nur mit seiner Story weiß der Autor zu überzeugen, sein Schreibstil zieht den Leser mitten ins Geschehen, man spürt förmlich die Abgeschiedenheit und die Kälte. Dass er dann noch Peter in der Ich-Perspektive erzählen lässt, verstärkt das Gefühl, man wäre live vor Ort und so ist „Boys in the Valley“ bisher das Highlight meiner diesjährigen Leseliste.
Und ja, die Bücher aus der Cemetery Dance Germany Reihe von Buchheim sind keine Schnäppchen, aber immer toll aufgemacht und auch hier untermalen die großartigen Illustrationen das Geschehen perfekt.
Und so habe ich für den Mai gleich bei Buchheim geblieben, habe zu „Die Kuratorin“ gegriffen und bin gespannt, was mich da wohl erwartet.

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