Mai 2026

Bevor es schon fast Zeit für den Monatsrückblick für den Juni ist, hier erstmalö der für Mai, den ich irgendwie so gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Mit 5 eBooks und 6 Prints bin ich auf 11 gelesene Büchergekommen, allerdings haben mich fast die Hälfte davon nicht überzeugt und das sind für meine Verhältnisse doch recht viele, also fangen wir gleich mal mit diesen Titeln an.
Auf „Kopfgewitter“ von Simone Trojahn habe ich mich gefreut, muss aber gestehen, dass es mich so gar nicht gecatcht hat, weil mich dieses ständige hin und her Springen zwischen Einbildung und Realität schon nach dem 2. Mal nur noch genervt hat. Ja, ich verstehe, dass sie zeigen wollte, was im Kopf ihres Protagonisten, der psychische Probleme hat, vorgeht, abert mir war das einfach zu viel des Guten. Ähnlich erging es mir leider auch bei „Tod oder Lüge“ von Andrea Reinhardt, wo der Protagonist eigentlich nur einem Fremden dessen verlorene Tasche nach Hause bringen will und dann in dessen Wohnung landet, sich mit dem Hund versteht und beschließt, dessen Identität anzunehmen samt neuem Job und natürlich auch gleich die EC Karte samt Passwort zur Hand hat, damit er auch ja an das sauer verdient Geld herankommt. Sorry aber nein, für mich war die Story dermaßen unrealistisch, dass ich fast abgebrochen hätte. Und auch Graham Masterton hat mich enttäuscht, wer hätte gedacht, dass das auch mal passiert.^^ Aber Kleider, Hemden und Jacken, die im Rudel durch die Straßen streifen und dort Leuten die Extremitäten abreißen, kann ich irgendwie nicht Ernst nehmen.


„Die Kuratorin“ von Owen King war zwar toll geschrieben, brauchte mir zu lange, bis die Story in die Gänge kam, ich hab mich eine halbe Ewigkeit gefragt, in welche Richtung das Ganze gehen soll und als es dann endlich spannend wurde, war das Buch auch schon vorbei. Schade, denn ich fand es toll, dass ich hier nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekam und mir immer wieder Dinge selbst zusammenreimen musste. Und da wir schon dabei sind, „Hexe: Die verfluchten Manuskripte“ hat mich auch nicht vom Hocker gerissen, dabei sind Hexen an sich ja ganz mein Ding, nun ja, meistens zumindest.
Selbst Andrew Holland hat mich mit „Verschwunden in der Dunkelheit“ nicht vom Hocker gerissen, zum einen, weil ich, ganz im Gegensatz zu seinen anderen Werken mit der Protagonistin Sophie Schrader nicht warm geworden bin, zum anderen, weil ich über die Dummheit der Eltern in diesem Buch nur den Kopf schütteln konnte. Sorry, aber wer bitter lässt denn sein kleines Kind bei völlig Fremden?
Die beiden Anthologien „Trigger Warning“ von Neil Gaiman und „Das Böse“ von Thomas Karg hingegen haben mich gut unterhalten, auch wenn natürlich nicht jede Kurzgeschichte zündet, aber das ist okay.

01. „Preacher 1“ – Garth Ennis, Steve Dillon
02. „Tod oder Lüge“ – Andrea Reinhardt
03. „Preacher 2“ – Garth Ennis, Steve Dillon
04. „Die Kuratorin“ – Owen King
05. „Verschwunden in der Dunkelheit“ – Andrew Holland
06. „Kopfgewitter“ – Simone Trojahn
07. „Trigger Warning“ – Neil Gaiman
08. „Preacher 3“ – Garth Ennis, Steve Dillon
09. „Das Böse“ – ThomasKarg
10. „Ghost Virus“ – Graham Masterton
11. „Hexe: Die verfluchten Manuskripte“ – Iain Rob Wrigh

Neuzugänge:

„Dead of Winter“ – Darcy Coates
„Spawn“ – Shaun Hutson
„Der Wendigo und andere Erzählungen“ – Algernon Blackwood
„Spielplatz der toten Kinder“ – James Kaine
„Das Chiffre“ – Elias Haller
„Das Zeichen“ – Elias Haller
„Der Blutmacher“ – Elias Haller
„Hexe: Die verfluchten Manuskripte“ – Iain Rob Wright
„Keiner wird vermisst“ – Tony Moore
„Das Böse“ – Thomas Karg
„Kopfgewitter: Das Monster in dir“ – Simone Trojahn
„Tod oder Lüge“ – Andrea Reinhardt
„Preacher 2“ – Garth Ennis, Steve Dillon
„Preacher 3“ – Garth Ennis, Steve Dillon
„Once a Villain“ – Vanessa Len

bereits gelesen

Mein absolutes Highlight war allerdings die „Preacher“ Reihe von Garth Ennis oder zumindest die ersten 3 Bände, die ich gelesen habe. Wie schon bei „The Boys“ wird auch hier nicht viel auf Anstand und Moral gegeben, dafür gibts ständig auf die Nüsse, in den Comics noch etwas mehr als in der Serie, die ich übrigens auch wärmstens empfehlen kann. Prediger Jesse ist eine einfach faszinierende und keineswegs gottesfürchtigeFigur, auch wenn ich mein Herz an den versoffenen irischen Vampir Cassidy verloren habe.
Trotzdem war mein Lesemonat insgesamt eher durchwachsen und auch mein SUB habe ich mit 11 gelesenen und 15 neu gekauften Büchern nicht abgebaut, sondern gefüttert. Aber hey, ich bin mir sicher, dass das im Juni besser läuft.^^ 

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