„Das Ritual des Barrow“ – Margaret Killjoy

„… Als ich starb, hatte es geschneit; als ich aufwachte, zwitscherten draußen die Sommervögel. Sechs Monate waren vergangen. Er erzählte mir, was er getan hatte … ein wenig davon. “ … (Seite 116 – 117)

Die Punkerin Danielle ist mit einigen Freunden unterwegs durch Amerika. Ihre Reise führt sie in eine kleine Stadt, in der sich eine geheime okkulte Bibliothek befindet. Geleitet wird sie von Bewohnern, die behaupten, dass im Ort Menschen von den Toten zurückkehren.
Als Danielle und ihr Team neugierig werden, ziehen sie den Zorn eines Nekromanten auf sich – dessen Macht ist so gewaltig, dass er den Weltuntergang selbst heraufbeschwören könnte.

Punk-Fantasy mit der ungewöhnlichen anarchistischen Hauptfigur Danielle Cain.

Nach den Ereignissen in „Freedom“ sind Danielle und ihre neugewonnenen Freunde auf der Flucht. Ein Unfall zwingt sie, per Anhalter weiterzufahren, dabei geraten sie an eine ältere Dame namens Gertude, die behauptet, schon einmal gestorben zu sein. Mehr Interesse ruft jedoch ihre Bemerkung über die Bibliothek in ihrer Heimatstadt hervor, denn diese soll von Punks geleitet werden, ein guter Grund, ihr einen Besuch abzustatten.
Und schon sind Danielle und ihre Freunde mittendrin im nächsten Abenteuer, denn das Pärchen, das die Bibliothek führt, erzählt ihnen von drei Freunden, die gemeinsam aufgebrochen sind und von denen seitdem jede Spur fehlt. Nur eine von ihnen ist zurückgekehrt, seitdem aber total verändert.
Es scheint tatsächlich Magie im Spiel zu sein, doch die Freunde lassen sich auf einen gefährlichen Gegner ein …

„Das Ritual des Barrow“ ist heute hier angekommen und wurde gleich inhaliert. Ich glaube, ich erwähnte schon mal, das ich Bücher mit einer Länge zwischen 150 und 200 Seiten perfekt für ein bis zwei Stunden Abhängen auf der Couch am Wochenende finde, aber ich wiederhole mich da gern noch einmal.^^
Mit dem Vorgänger „Das Lamm wird den Löwen verschlingen“ habe ich mich ja ein bisschen schwer getan, denn so richtig bin ich mit Danielle, dem Hauptcharakter des Buches, nicht klargekommen. Ihre Ansichten fand ich teilweise etwas merkwürdig, ihre ständigen Meinungsänderungen auch. Meiner Meinung hat nach hat Margaret Killjoy es hier mit ihrer Protagonistin etwas übertrieben. Mit Sicherheit soll sie anders sein, aber mir persönlich ist das ein bisschen zu viel des Guten, es muss nicht ständig darauf herumgeritten werden, dass Danielle und ihre Freunde alles andere als „normal“ sind.
Natürlich ist das nur meine Meinung und diesmal hat sie sich damit auch zurückgehalten, was ich sehr angenehm fand, denn die Geschichte funktioniert auch so wunderbar, auch wenn die etwas verqueren Figuren (man verzeihe mir das Wortspiel, aber ich konnte einfach nicht anders^^) natürlich einen Teil des Reizes der Geschichte ausmachen. Das ist toll, aber man muss eben nicht alle naselang darauf aufmerksam gemacht werden.
Okkultes und Magie, damit kriegt man mich ja fast immer, vor allem, wenn das Ganze an eine unheimliche Geschichte geknüpft ist, so wie hier. Alte Bücher bergen unheimlich viel Wissen und wer weiß, vielleicht auch das eine oder andere Geheimnis. Natürlich findet sich dann immer jemand, der das ausprobieren muss.
Während man die Handlungen von Danielle und ihren Freunden durchaus nachvollziehen kann, bleibt mir dieser Jemand jedoch leider ein bisschen zu flach. Ja, ich weiß, warum er getan hat, was er tat, aber wie genau ist er an dieses Wissen gekommen? Zu ihm hätte ich gern noch einiges mehr erfahren.
And by the way, ich mag Brynn, für mich ist sie irgendwie so ein kleiner Hippie mit einem Herzen aus Gold, so zumindest stelle ich sie mir vor.^^

Im Gegensatz zum Vorgänger mochte ich Danielle und ihre durchgeknallte Truppe diesmal, aber auch die Story an sich fand ich mitreißender und logischer.
Das Cover ist toll, die Farben ein Traum, ein dickes Lob dafür an Timo Wuerz. 
Für „Das Ritual des Barrow“ vergebe ich 4 von 5 Miezekatzen und hoffe auf weitere Abenteuer von Danielle und der Festa Special Reihe.

Danielle Cain-Reihe;
01. „Das Lamm wird den Löwen verschlingen“

02. „Das Ritual des Barrow“

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