„Bridget Jones´ Baby“ – Helen Fielding

„Verdammte Delfinkondome. Aber ich bekäme jetzt kein Baby, wenn ich nicht versucht hätte, die Delfine zu schützen, an unaufgelösten Kondomen zu ersticken. Also sollte ich den Kondomen eigentlich dankbar sein, könnte das delfinfreundliche Baby mir doch nur sagen, wessen delfinfreundliches Baby es ist.“  (Seite 91)

Bridget wird Mama!
(Aber wer ist der Papa?)
Bridget Jones steht vor ihrem größten Abenteuer:
Sie ist Schwanger! Es erwarten sie neun
höchst turbulente Monate …
Die Fortsetzung der Weltbestseller
und Kultfilme „Schokolade zum Frühstück“ und
Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns.

Bridget wird zur Taufe einer Freundin eingeladen, mal wieder ist sie die Patentante. Zu spät erfährt sie, dass auch Mark da sein wird, der vor fünf Jahren ihre Verlobung aufgelöst und eine andere geheiratet hat. Kneifen kommt für sie nicht in Frage und so gehen sich die beiden aus dem Weg, zunächst, können aber schließlich die Finger doch nicht voneinander lassen. Als er die Aktion später nicht mehr ganz so toll findet, landet sie mal wieder in den Armen von Daniel. Eigentlich ist also fast alles beim Alten bis auf eine klitzekleine Sache, sie stellt fest, dass sie schwanger ist. Aber wer ist der Vater?
Nach einer Aussprache mit Mark erwachen in ihm Vatergefühle und Bridget ist fast glücklich. Doch wie soll sie ihm beibringen, dass auch sein alter Rivale Daniel als Vater in Frage kommt?

Ja, ich gebe es zu, ich habe die ersten beiden Bücher der Reihe nicht gelesen, ich kenne nur die Filme und so habe ich mich anfangs ein bisschen schwer mit dem Tagebuch-Schreibstil getan. Eigentlich ist es in den Filmen ja genauso, aber sie erzählt eben nicht alles, das macht das ganze etwas lockerer. Doch es dauerte nicht lange, dann hatte ich mich an diesen Stil gewöhnt.
Das Buch beginnt mit einem „Brief“ an Bridgets Sohn Billy und dann stürzt man mitten ins Geschehen. Auf der Taufe geht es erst mit Mark hoch her, ein paar Tage später dann mit Daniel. Ich frage mich ernsthaft, was an beiden so faszinierend ist. Mark wäre mir zu langweilig, wobei ich ab und an über ihn grinsen muss, aber Daniel? Hallo, der ist doch wohl der totale Vollpfosten, das man einmal auf seine Schmeicheleien reinfällt, okay, aber immer wieder? Für Daniel gibt es nur Daniel, das war ja schon von Anfang an so.
Mit von der Partie sind natürlich auch wieder Mr. und Mrs. Jones, Bridgets Vater steht ihr wie immer bedingungslos zur Seite, während ihre Mutter nur ein Ziel hat, sie will beim Besuch der Queen unbedingt neben ihr sitzen. Eine schwangere Tochter bringt da bestimmt Pluspunkte, aber nicht, wenn die selbst nicht weiß, wer der Vater ihres Kindes ist … Auch das bereits bekannte Freundegespann Shazzer, Tom und Miranda darf nicht fehlen, allerdings fand ich die drei manchmal echt anstrengend. Bridget hingegen ist mir nach wie vor einfach nur mega-sympathisch, sie stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste, ist alles andere als perfekt und nimmt alles mit, was nur geht. Trotzdem ist sie inzwischen etwas erwachsener geworden und bereit, sich ihren Pflichten als Mutter zu stellen. Auf das, was da noch kommen mag, bin ich sehr gespannt.
Wie schon geschrieben, hat mich der Tagebuchstil erstmal etwas irritiert, doch schon nach kurzer Zeit fand ich ihn echt gut, denn so ist man immer mittendrin in Bridgets Gedankengängen, denen man besser nicht folgen sollte, und im Geschehen, die Zeitangaben lassen den Leser alles genau mitverfolgen, von der Zeugung bis zur Geburt, sozusagen.^^

Insgesamt fand ich „Bridget Jones´ Baby nicht ganz so amüsant wie die beiden Vorgänger, aber da ich da nur die Filme kenne und die Bücher nicht gelesen habe, ist es für mich etwas schwierig, ein Urteil darüber zu fällen. Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall, aber vielleicht nicht unbedingt während der Schwangerschaft, es könnte sonst vielleicht passieren, dass man genauso im Chaos endet wie die gute Bridget.
Auf jeden Fall werde ich mir die ersten beiden Teile noch zulegen und auch den vierten, schon allein, damit ich den Vergleich zwischen Buch und Film habe. „Bridget Jones´ Baby“ bekommt von mir 3,5 von 5 Miezekatzen, ein bisschen Platz nach oben ist da noch.

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