Bookchallenge – 12 Tage, 12 Bücher, die ich gelesen habe

Ende Mai erwischte es auch mich mal wieder bei einer Bookchallenge, diesmal sollte ich 12 Tage lang 12 Bücher zu posten, die ich gelesen habe, allerdings ohne dazu etwas zu schreiben.
Genau das möchte ich jetzt hier nachholen, denn bekanntlich fällt es mir ja immer schwer, meine große Klappe zu halten und genau deshalb gibt es nun hier ein paar Worte zu den einzelnen Büchern.
Vielleicht findet ja auch der Eine oder Andere noch was fürs heimische Regal, Bücher kann man ja bekanntlich nie genug haben.^^
Meine Auswahl hab ich übrigens immer erst am jeweiligen Tag getroffen ohne mir vorher Gedanken darüber zu machen. Natürlich wären mir mindestens noch 20 Bücher mehr eingefallen, genau darum hab ich mich ganz spontan entschieden.

• Tag 1: „Christmasland“ – Joe Hill
Ich mag Joe Hill, deswegen bin ich auch gleich mit diesem Buch gestartet. Ein fieses kleines Märchen und ich glaube, es war sogar mein erstes Buch von Hill. Oder war es „Teufelszeug“? Ich hab keine Ahnung mehr. Auf jeden Fall fand ich es toll und auch die Serie dazu ist durchaus sehenswert.
Aber will man als Kind wirklich jeden Tag Weihnachten haben? Ich bin mir da nicht so sicher.^^

• Tag 2: „Jenseits von Eden“ – John Steinbeck
Ich gebe es zu, ich liebe James Dean und die Verfilmung von „Jenseits von Eden“. Allerdings behandelt der Film lediglich den vierten und damit letzten Teil des Buches, das ja mit über 700 Seiten ein ziemlicher Klopper ist. Und obwohl ich es eigentlich nicht so mit Familiensagas habe, hat mich dieses Werk sehr beeindruckt, trotz seiner biblischen Grundmotive.

• Tag 3: „Schlechte Verlierer“ – Charles Bukowski
Bukowski liebt oder hasst man, dazwischen gibt es eigentlich nichts.
„Schlechte Verlierer“ war mein erstes Buch von „Buk“, ausgerechnet Kurzgeschichten, die ja meist nicht wirklich meins sind. Aber ich hole es tatsächlich immer mal wieder aus dem Regal, denn die Stories sind herrlich kompromisslos, es gibt keine Helden, keine Gewinner. Und dennoch sind sie erfrischend anders, scheren sich nicht um Anstand oder Moral. Daumen hoch.

• Tag 4: „Ich und die Menschen“ – Matt Haig
Matt Haigs Roman hält uns Menschen auf eine irgendwie bezaubernde Art den Spiegel vor, denn ausgerechnet ein Außerirdischer, der hierher gekommen ist, um zu töten, findet Gefallen am irdischen Leben und seiner Familie, in die er sich eingeschleust hat. Das Buch hab ich irgendwann mal vom Wühltisch gefischt und dann stand es eine ganze Weile ungelesen im Regal. Aber am Ende hab ich es schließlich doch gelesen und es erwies sich als echter Überraschungshit, witzig und dennoch regt es zum Nachdenken an. Ich muss mir endlich mal Haigs restliche Bücher zulegen.

• Tag 5: „Das Gebot der Rache“ – John Niven
Mit einem toten Hund fängt alles an. Dabei ging es Donald Miller bis dahin gut, er hat reich geheiratet und arbeitet für die Zeitung, die seine Frau herausgibt. Doch was ruhig und beschaulich beginnt, wird schon bald brutal und bitterböse. John Niven schreibt großartig und hat mich bisher mit keinem der Bücher, die ich von ihm gelesen habe, enttäuscht.

• Tag 6: „Es“ – Stephen King
Wie man dem Buch ansieht, hat es schon einige Jahre auf dem Buckel und auch ganz schön gelitten, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz, mir eine neue Ausgabe zu kaufen, nachdem diese mich so lange begleitet hat. „Es“ habe ich als Teenager gelesen, zusammen mit „The Stand“ ist es mein Lieblingswerk von King, auch wenn ich es bis heute eher für eine großartige Coming of Age Story als einen Horrorroman halte, aber darüber kann man sich sicherlich streiten. Und hey, Pennywise rockt einfach.^^

• Tag 7: „Ein feiner dunkler Riss“ – Joe R. Lansdale
Und gleich noch einmal Coming of Age vom Feinsten.
Auch wenn sich sehr viele Themen in Lansdales Büchern wiederholen, so versteht er es doch immer wieder, mit seinen Geschichten zu fesseln. Rassismus, häusliche Gewalt und ein Junge an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Manchmal ist der Sommer hart, selbst wenn schulfrei ist.
Ein großartiges Buch, dass den Leser auf eine spannende Reise mitnimmt, ich liebe den Schreibstil des Autors, man fühlt sich einfach, als wäre man mitten im Geschehen.

• Tag 8: „Der Schmerz des Erwachens“ – Brett McBean
Verdammt, schon wieder Coming of Age und diesmal ausgerechnet von Brett McBean, der sich ja sonst eher der düsteren Seite widmet.
Gut, ein wenig düster geht es auch auf Tobys Weg zum Erwachsenwerden zu, aber die Geschichte wird aus der Sicht eines 14-Jährigen erzählt und hält sich so in Sachen Brutalität zurück. Melancholisch trifft die Stimmung hier wohl am Besten, man fühlt sich in die eigene Kindheit zurückversetzt, denkt an alte Freunde und Geheimnisse und wäre so gern ein Teil des Buches. Ganz großes Kino.

• Tag 9: „Timmy Quinn: Der Schildkrötenjunge / Die Häute“ – Kealan Patrick Burke
Der erste Band steht hier natürlich stellvertretend für die gesamte Reihe.
Oh man, Timmy Quinn habe ich wirklich ins Herz geschlossen, den kleinen Jungen mit der besonderen Fähigkeit und er tat mir immer so leid, denn sein Weg ist bereits vorgezeichnet, er kann seiner Gabe einfach nicht entfliehen. Horror oder Mystery, darüber kann man sich hier wohl streiten, aber spannend sind die drei Bücher auf alle Fälle.

• Tag 10: „Das Parfum“ – Patrick Süskind
Bereits nach der Geburt ahnt Jean-Baptiste Grenouilles Mutter, dass irgendetwas mit ihrem Baby nicht stimmt und sie soll Recht behalten. Doch nicht nur die Taten ihres Sohnes sind grausam, auch das Leben im Paris des 18. Jahrhunderts ist es. Dreckig, verstörend und dennoch kann man sich ab und an ein Grinsen nicht verkneifen, gerade wenn die Dummheit und Naivität der besseren Gesellschaft zur Schau gestellt wird.
Sicherlich ist auch „Das Parfum“ nicht für jeden geeignet, aber mich hat das Buch bestens unterhalten.

• Tag 11: „River of Violence“ – Tess Sharpe
„River of Violence“ habe ich im Rahmen einer Leserunde bei „LovelyBooks“ gelesen, der Klappentext klang interessant, doch das Buch hat mich total überrascht. Harley ist die Tochter eines Clanchefs und soll in dessen Fußstapfen treten. Von klein auf wächst sie mit Gewalt auf, plant für sich aber einen völlig anderen Lebensweg. Für mich ein Buch, das viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

• Tag 12: „Wer die Nachtigall stört“ – Harper Lee
Hier in der englischsprachigen Ausgabe. Die deutsche hab ich vor Jahrzehnten im Regal meines Opas gefunden und von da an war es mein Buch.
Die Geschichte um die Geschwister Jem und Scout hat mich total fasziniert, wie gern hätte ich Atticus zum Vater gehabt. Harper Lee schafft es, den Leser in das Amerika während der großen Depression abtauchen zu lassen, für mich eine Reise, auf die ich mich immer wieder gern begebe. Dementsprechend sieht mein Buch inzwischen aus, der Schutzumschlag existiert schon ewig nicht mehr, es ist älter als ich. Auch hier werde ich mir kein neues Exemplar zulegen, denn dieses steckt so voller Erinnerungen. 

So, das war er also, der kleine Ausflug in mein Bücherregal, ich hoffe, er hat euch zumindest ein bisschen Spaß gemacht.

Und nun genießt den restlichen Sonntag, morgen geht der Ernst des Lebens wieder los.^^

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