“ … Die Worte kamen nicht mehr. Oder sie kamen, aber sie waren irgendwie falsch, leer, bedeutungslos. ..“
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Manchmal ist die größte Gefahr die Schuld, die man mit sich trägt …
Rachel Donovan flieht vor ihrer Vergangenheit in ein abgeschiedenes Küstenstädtchen, weit weg von der Stadt, die ihr nur noch Schmerz bedeutet. Dort, zwischen endlosen Wäldern und dem Rauschen des Ozeans, hofft sie, die Erinnerung an eine Frau zu vergessen, der sie nicht geglaubt hat, als es darauf ankam.
Doch die Ruhe trügt. Wenig später wird aus der Flucht vor ihren Schuldgefühlen ein Kampf ums Überleben. Tief im Wald, in einer verlassenen Hütte muss sie, wie viele vor ihr, um ihr Leben fürchten.
Ein kurzer Thriller über Schuld und die Frage, was man opfert, um zu überleben.
Rachel hat eine falsche Entscheidung getroffen und kämpft nun mit den Konsequenzen. Um zur Ruhe zu kommen, macht sie sich auf den Weg in das Haus ihrer Tante, wo sie als Kind immer glücklich war. Doch dort kommt sie nicht an, den ein Serienkiller hat sie bereits im Visier.

Rachel ist Journalistin und als sie von Amy aufgesucht wird, die behauptet, ihr Mann, ein angesehener Psychiater, würde seine Patienten in den Selbstmord treiben, nimmt sie die Verdächtigungen nicht ernst. Dann wird Amy ermordet, das 16. und letzte Opfer ihres Ehegatten und Rachel quält das schlechte Gewissen. Sie kann nicht mehr schreiben, will nur noch weg und macht sich auf den Weg in das abgelegene Haus ihrer Tante. Das ungurte Gefühl verfolgt zu werden, stellt sich als wahr heraus, als plötzlich ein Auto mitten auf der Straße steht und die junge Frau beim Nachsehen niedergeschlagen wird. So landet sie in den Händen eines Serienkillers, der ihr erklärt, dass sie sein 13. Opfer wäre und er deshalb etwas ganz besonderes mit ihr vorhat.
Der Klappentext klingt spannend und auch der Prolog hat es in sich, eine junge Frau, die sich in der Gewalt eines Mannes befindet, wagt die Flucht.
Leider erweist sich der Rest der Geschichte als nicht ganz so fesselnd, denn ja, auch Rachel wird von diesem Killer entführt und er droht ihr eine spezielle Behandlung an, aber dazu kommt es nie, weil auch sie flieht. Und genau das ist für mich der Kritikpunkt, ich war gespannt auf das Zusammenspiel zwischen ihr und ihrem Entführer, das am Ende nicht einmal ein Viertel des Buches einnimmt und mir persönlich damit einfach viel zu schnell abgearbeitet wird, statt Psychospielchen gibt es eine Flucht durch den Wald, für mich deutlich weniger reizvoll, ganz zu schweigen von dem kitschigen Ende.
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„Opfer Dreizehn“ ist für mich ein Psychothriller, der irgendwie nicht so richtig psycho ist und mehr verspricht, als man am Ende bekommt. Für zwischendurch okay, aber halt nichts, was im Gedächtnis bleibt und so vergebe ich hier 3,5 von 5 Miezekatzen.

01. „Eiskalte Angst“
02. „Dein Wochenende“
03. „Von Dämonen besessen“
04. „Stiefvater“
05. „Opfer Dreizehn“

