„Der Landsitz“ – Sebastian Dobitsch

 “ … Für alles gibt es einen Grund. Sie sind die Wurzel von allem Bösen. Schon seltsam, wie sie sich da in ihrem Anwesen, ach, was sage ich, in ihrem Schloss einsperren. Ganz komische Sachen passieren da. …“ (Seite 51)

Liam Hopkins, ein gerissener Hochstapler und Privatdetektiv, steckt bis zum Hals in Problemen, als er eine geheimnisvolle Einladung erhält. Angeblich soll er das Erbe eines reichen Fremden antreten – unter der Bedingung, dessen mysteriösen Tod aufzuklären. Widerwillig nimmt Liam den Auftrag an und begibt sich mit Sonya, seiner früheren Partnerin wider Willen, auf den Weg nach Winterfield Manor, einem düsteren Anwesen in den abgelegenen schottischen Highlands.
Schnell wird dem ungleichen Team bewusst, dass hier etwas nicht stimmt, als auch schon der erste Mord geschieht. Unbeabsichtigt werden die beiden in ein verwirrendes Spiel voller Intrigen hineingezogen, an dessen Ende nur der Tod steht. Um zu überleben, müssen sie die dunklen Familiengeheimnisse der Erben lüften.
In einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel bleibt den beiden Ermittlern nicht viel Zeit. Können sie gemeinsam das tödliche Rätsel lösen oder werden sie selbst zu den nächsten Opfern?

Nach ihrem Ausflug in die Psychiatrie sind Liam und Sonja geetrennte Wege gegangen, doch keinem von beidem geht es besonders gut. Als Liam ein Erbe in Aussicht gestellt bekommt, dafür aber im Todesfall seines „Gönners“ auf dessen Familienanwesen ermitteln soll, denkt er sofort an Sonja, die ihm bereits auf Widow Peak eine große Hilfe war. Doch bereits auf dem Weg dorthin treffen die beiden auf einen Mann, der sie vor der Familie Winterfield warnt.

Der Ausflug in die Psychiatrie hat weder Liam noch Sonja Glück gebracht. Während der Möchtegern-Ermittler noch immer mit Geldproblemen zu kämpfen hat, ertränkt Sonja ihre Probleme in Alkohol. Dann taucht in ihrer Wohnung ein maskierter Mann auf, der sich als Robert Winterfield vorstellt und erzählt, Liam hätte sie ihm empfohlen. Wenn sie mit ihm auf den Landsitz seines verstorbenen Vaters kommt und dessen Tod untersucht, verspricht er ihr, sich dafür einzusetzen, dass sie wieder als Chirugin arbeiten kann, ein verlockender Preis.
Und so machen sich Liam und Sonja auf den Weg zu dem abgelegenen Familiensitz Winterfield Manor, wo sie kurz vor ihrem Ziel auf einen Mann treffen, der sie vor der Familie warnt, denen im Umkreis jedes Stück Land gehört und die sich deshalb mit den Bewohnern des naheliegenden Dorfes in Dauerstreit befinden.
Robert, der sie beauftragt hat, scheint unter Verfolgungswahn zu leiden und auch der Rest der Angehörigen macht keinen besonders vertrauenswürdigen Eindruck und schon bald gibt es den ersten Toten. Da das Ermittlerduo niemandem trauen kann, versuchen sie völlig auf sich allein gestellt hinter das düstere Familiengeheimnis des schottischen Anwesens zu kommen.
Auch in Band 2 bekommt Gauner Liam, der die Identität eines Ermittlers angenommen hat, einen neuen Fall, diesmal soll er den Tod eines Lords aufklären, in dessen Tesatament er bedacht wurde. Allerdings ist das Erbe an eine bestimmte Bedingung geknüpft, er soll herausfinden, wer den Patriarchen der Familie Winterfield ermordet hat und natürlich bietet es sich da an, auf bereits bewährte Hilfe zurückzugreifen.
Ein abgeschiedener Familiensitz irgendwo in Schottland, verborgen hinter Nebelschwaden und eine Sippe, in der niemand dem anderen über den Weg traut, das ist der perfekte Stoff für einen Thriller und Sebastian Dobitsch aus daraus wieder eine Story, die mich von Seite zu Seite immer mehr in ihren Bann gezogen hat. Dazu kommen Liam und Sonja, die einfach ein tolles Team sind und ich hoffe, sie dürfen zusammen noch ein bisschen weiter rumschnüffeln.

Mal ganz ehrlich, ein tolles Setting und zwei sympathische Ermittler, die zwar ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen und es schaffen, sich selbst immer wieder in Gefahr zu bringen, gleichzeitig aber eben auch ein Händchen für seltsame Fälle haben, was will man mehr? Mich haben Sonja und Liam auch diesmal wieder gut unterhalten und sich damit 4 von 5 Miezekatzen verdient.

01. „Die Psychiatrie“
02. „Der Landsitz“

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