„Alles begann mit einem normalen Putzjob. Und jetzt könnte es damit enden, dass mein Blut vom Boden der Hütte aufgewischt wird.“ (Seite 5)
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Du kannst sie nicht sehen. Aber sie kann dich hören. Und ehe du es begreifst, hat das tödliche Spiel längst begonnen
Millie Calloway hat einen neuen Job. Um sich ihr Studium zu finanzieren, hilft sie einem reichen Paar aus Manhattan im Haushalt. Ihr Arbeitgeber Douglas Garrick wirkt nett, und zum Glück stellt er ihr nicht zu viele Fragen zu ihrer Vergangenheit. Doch warum darf Millie nicht mit seiner Frau Wendy sprechen? Was bedeuten das Weinen, das sie aus dem verschlossenen Zimmer hört, und die Blutflecke auf Wendys Kleidung? Ist Douglas in Wahrheit nicht der fürsorgliche Ehemann, der er vorgibt zu sein? Millie weiß nur eins: Sie muss Wendy helfen. Auch wenn sie damit riskiert, dass ihr dunkelstes Geheimnis doch noch ans Licht kommt.
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Nachdem Millie einen gut bezahlten Job verloren hat, wird sie von Douglas Garrick zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, der sie auch sofort einstellt. Das Penthouse über den Dächern von New York ist luxuriös, die Arbeit gut bezahlt, aber da ist noch Douglas‘ Frau Wendy, die sich krankheitsbedingt nur in ihrem Zimmer aufhält und von der Millie nie mehr als ihr Auge im offenen Türspalt zu sehen bekommt. Als sie immer öfter Weinen hinter der Tür hört, ist sie sich sicher, hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Und dann ist da noch dieses Gefühl verfolgt zu werden, hat ihr Nachbar, dem sie immer wieder begegnet, etwas damit zutun?

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Seit ihrer Anstellung bei den Winchesters ist viel passiert. Enzo ist nach Italien zurückgegangen, um seine kranke Mutter zu pflegen und Millie ist jetzt mit Brock zusammen. Außerdem ist dabei, ihren Collegeabschluss nachzuholen. Sie arbeitet nach wie vor als Haushaltshilfe, aber nur noch stunndenweise. Doch nachdem das Baby, um das sie sich kümmert, sie „Mama“ nennt, wird sie entlassen und braucht einen neuen Job. So landet sie bei Douglas Garrick. Erst ist sie ein wenig überrascht, denn normalerweise wird sie von der Frau des Hauses eingestellt. Wendy Garrick leidet jedoch unter einer chronischen Krankheit und verlässt ihr Zimmer nicht, alles was Millie von ihr zu sehen bekommt, ist ihr Auge, das durch den Türspalt schaut, doch reden will die Frau mit ihr nicht. Und so verbringt sie ihre Tage damit, Einkaufslisten abzuarbeiten, auf denen Lebensmitteln stehen, von denen sie noch nie im Leben etwas gehört hat. Ab und zu hört sie ein Weinen hinter der verschlossener Zimmertür und als sie eines Abends Zeuge davon wird, wie Douglas Wendys Zimmer betritt, dann laute Geräusche folgen und er schließlich mit zerrissenem Hemd wieder auftaucht, ist ihr klar, irgendwas stimmt hier überhaupt nicht. Und Millie wäre nicht Millie, würde sie nicht versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen.
Spätestens seit „Wenn sie wüsste“ ist klar, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen und man gerade als Außenstehender oft sehr schnell einen falschen Eindruck bekommt. Das Konzept ging beim Vorgänger auf und funktioniert auch hier, selbst wenn man diesmal schon etwas ahnt. Trotzdem weiß die Story zu überzeugen und wird vor allem durch Millie, Wendy und Douglas wunderbar getragen, während Brock immer mehr aufs Abstellgleis gerät und mir fast schon leid tut.
Freida McFaddens Schreibstil lässt mich förmlich durch das Buch fliegen, auch wenn ich das Gefühl, sie hat sich ihre Plots irgendwo ausgeborgt einfach nicht los werde. Am Ende kommt mir das Ganze immer sehr bekannt vor, was allerdings nichts daran ändert, dass ich Millies schwarzhumorige Art und ihre ganz eigene Ansicht von Moral einfach liebe.
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Nachdem „Sie kann dich hören“ lange im Regal geSUBt hat, ist Millie nun auch bei mir endlich zurück und hilft misshandelten Frauen auf ihre eigene Weise. Dass sie sich damit erneut in Gefahr begibt, ist abzusehen, aber gerade das macht hier ja den Reiz aus. Und so vergebe ich trotzdes etwas unrealistischen Endes 4 von 5 Miezekatzen, weil Millie es einfach drauf hat.^^
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01. „Wenn sie wüsste“
02.“Sie kann dich hören“
03. „Weil sie dich kennt“
04. „Sie wird dich finden“

