“ … Der Schmerz fühlt sich verzögert an, als hätte der Körper ihn kurz vergessen. Er breitet sich aus, nicht scharf, eher dumpf, pulsierend, begleitet von einem unangenehmen Druck, der mit jedem Herzschlag wiederkehrt. Das Licht verändert sich. Nicht dunkler, nur schmaler. …“
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Er tötet nicht aus Lust. Er richtet.
Eine schreckliche Ungerechtigkeit muss ungeschehen gemacht werden. Für Lügner, die mit einem Verbrechen davonkommen, ist kein Platz auf dieser Welt. Die, dessen Leben unwiderruflich zerstört wurden, müssen angemessen gerächt werden.
Vor einem Radiosender inmitten von Washington D.C. wird die verstümmelte Leiche eines Mannes aufgefunden. Er trägt eine weitreichende Botschaft bei sich und bald wird klar, dass es sich nicht um eine Einzeltat handelt.
Für Ermittler Vincent Callum und sein Team beginnt ein Albtraum. Der Täter mordet nicht wahllos. Er jagt Menschen, die mit ihren Lügen Leben zerstört haben und jahrelang ungestraft davonkamen.
Mit jedem neuen Opfer wächst die Angst in Washington.
Mit jedem Hinweis führt die Spur tiefer in eine Vergangenheit voller Schuld, Verrat und Tod. Doch der Killer hat längst sein nächstes Ziel gewählt und Vincent könnte zu spät kommen.
Ein gnadenloser Thriller über Schuld, Lügen und tödliche Gerechtigkeit.
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Als die Leiche eines Lehrers wird mit Drahtseilen und Fleischerhaken in einem Baum befestigt und den Worten „Du darfst nicht luegen“ in die Brust geritzt aufgefunden wird, ist Vincent schnell klar, dass es wohl nicht bei diesem einen Mord bleiben wird. Der Tote erweist sich als Lehrer, der von zwei Schülerinnen beschuldigt wurde, sie missbraucht zu haben, beide Male wurde er freigesprochen, die beiden Mädchen begingen Selbstmord. Nun scheint es so, als hätte jemand Rache geübt und ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht, aber ist es wirklich so einfach?

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Kirsten arbeitet ist ein Nachtmensch und glücklich mit ihrem Job beim Radio, wo sie von 10.00 bis 1,00 Uhr nachts die Radioshow „Tell us the Truth“ moderiert. Dort stellt ihr Produzent Jamie Anrufe zu ihr durch, in denen Leute von ihren Lügen erzählen. Doch in dieser Nacht ist etwas anders, denn der letzte Anruf, den sie entgegennimmt, wurde nicht von Jamie weitergeleitet und die verzerrte Stimme am anderen Ende der Leitung sagt nur einen Satz: „Du darfst nicht lügen“. Als sie das Studio verlässt, entdeckt Kirsten im Dunkeln einen Mann, der ihr zwar Angst macht, auf den sie aber dennoch wütend zugeht, nur um dann festzustellen, dass er mit dünnen Drahtseilen an einem Baum festgemacht ist und „Du darfst nicht luegen“ in seinen Oberkörpoer eingeritzt ist.
Im 7. Teil der Violent Crime Unit Reihe bekommen es Vincent und sein Team mit dem Mord an einem Lehrer zu tun, der unabhängig von zwei Schülerinnen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und freigesprochen wurde, worauf beide Mädchen Selbstmord begingen. Ihre Familien sind wütend und so ist es nicht schwer, einen Verdächtigen zu finden, denn der Vater eines der Mädchen ist wie vom Erdboden verschwunden. Doch ganz so einfach, wie es zuerst scheint, ist die Sache dann doch nicht.
Mit sexuellem Missbrauch und Suizid wagt Andrew Holland sich „Du darfst nicht lügen“ an gleich 2 brisante Themen heran und lässt dabei wie gewohnt sowohl die Ermittler, als auch den Täter zu Wort kommen. Gerade letzteres gibt seinem Büchern immer eine ganz besondere Tiefe und auch hier geht der Plan wieder voll auf. Außerdem führt er seine Leser ganz schön aufs Glatteis, denn man ist sich schnell sicher, mit wem man es zu tun hat. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht.
Auch diesmal sind die Figuren wieder toll ausgearbeitet, vor allem Kirsten, die taffe Radiomoderatorin, die versucht, sich nichts anmerken zu lassen, aber trotzdem immer mehr den Boden unter den Füßen verliert. Zu Vincent selbst muss ich nichts mehr sagen, ich mag ihn einfach, auch, weil er es mit den Vorschriften nicht immer so genau nimmt und sich immer für eine menschliche Lösung entscheidet und so nutzt er erneut die Möglichkeit zu punkten. Sein kleines Team ist aufeinander eingespielt und verdammt clever. Die Ermittlungsarbeiten sind logisch und auch die Einbindung der Medien ist nachvollziehbar, Andrew Holland hat hier wieder einen spannenden Thriller geschrieben, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte und dessen Ende auf mehr hoffen lässt.
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Ein unbekannter Anrufer in einer nächtlichen Radioshow, bringt einen Stein ins Rollen, der sich nicht mehr aufhalten lässt und das mit nur einem Satz: „Du darfst nicht lügen.“ Dass Andrew Holland sein Handwerk beherrscht, zeigt er auch beim inzwischen 7. Band seiner Violent Crime Unit Reihe, in der es Vincent Callum und sein kleines Team mit ganz besonderen Mordfällen zu tun bekommen. Von mir gibt es 4 von 5 Miezekatzen und ich kann euch nicht nur diesen, sondern auch die anderen Bände ans Herz legen.
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01. „Du warst ganz allein“
02. „Sie sind nicht schuld“
03. „Er war immer so nett“
04. „Du hast die Wahl“
05. „Sie waren nie fort“
06. „Weil du mich lässt“
07. „Du darfst nicht lügen“

