“ … Weisst du, jetzt, wo ich den lieben Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen habe, kann ich guten Gewissens sagen, dass er was von einem Arschloch hat …“
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Jesse und seine Freundin Tulip reisen nach Frankreich, um ihren saufenden Vampirkumpel Cassidy zu finden. Sie geraten dabei in eine mörderische Schlacht mit dem Gral, einer reichlich alten Geheimgesellschaft. SIE KAMEN NACH MASADA ist der dritte Band der PREACHER-Saga, einer der höchstgelobten Comic-Serien der späten 90er-Jahre. Garth Ennis und Steve Dillon erzählen ein modernes amerikanisches Epos über Leben, Tod, Liebe und Erlösung, vollgepackt mit Sex, Schnaps, Blut und Blei – nicht zu vergessen Engeln, Dämonen, Gott, Vampiren und Perversen aller Couleur. Eine Geschichte wie ein sauberer Faustschlag in den Magen.
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Herr Starr hat eine diebische Freude daran, Cassidy zu quälen, immerhin ist der ja fast unsterblich. Aber auch die anderen Mitglieder des Grals haben große Pläne, bis ihnen Jesse mal wieder in die Quere kommt.

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Für Jesse gibt es diesmal nicht nur Geschichten über die Army-Zeit seines Dads inmitten des Vietnam-Krieges zu hören, er muss auch Cassidy aus den Fängen von Herrn Starr befreien, der Experimente an dem Blutsauger durchführt.
Als wäre das nicht schon genug, wird er natürlich weiterhin vom Heiligen der Killer verfolgt und ein romantisches Dinner mit Tulip endet im Kugelhagel, während in Masada der Allvater des Grals zusammen mit seinem Schützling, dem dümmlichen Nachfahren von Jesus eintrifft.
Auch Band 3 ist definitiv nichts für Moralapostel. Neben Schimpfworten und jeder Menge Blut geht es diesmal vor allem der Kirche an den Kragen, denn deren hohe Tiere haben hier alle Dreck am Stecken. Das abschreckendste Beispiel dafür ist wohl der massige Allvater, dessen größter Lebensinhalt es ist, sich bis zum Erbrechen vollstopfen um danach lustig weiter zu fressen. Nein, fromme Kirchgänger werden definitiv keine Freude an „Preacher“ haben, aber Garth Ennis ist nicht nur der Kirche gegenüber respektlos und das feiere ich immer wieder. Und auch wenn Cassidy in „Sie kamen nach Masada“ seinem Kumpel Jesse an seiner Vergangenheit teilhaben lässt und erzählt, wie er vor über 80 Jahren zum Vampir wurde, ist mein Lieblingscharakter hier definitiv Herr Starr, der hier auch ein bisschen über die Ziele des Grals plaudert.
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Blutig, böse, durchgeknallt, respektlos und voller sexistischer Anspielungen, „Preacher“ liebt oder hasst man. Ich für meinen Teil tue ersteres und vergebe auch diesmal wieder wohlverdiente 5 von 5 Miezekatzen.
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01. „Der Anfang vom Ende“
02.“Blut ist dicker“
03. „Sie kamen nach Masada“
04. „Für ein paar Leichen mehr“
05. „Stadt der Verdammten“
06. „Rivalen unter roter Sonne“
07. „Einsam sind die Tapferen“
08. „Bis zum letzten Atemzug“
09. „Abgerechnet wird zum Schluss“


