„A Million Ways to Die in the West“ – Seth MacFarlane

… „Das ist das Problem. Wäre ich Rinderzüchter, sähe sdie Sache anders aus. Ein Rinderzücher ist ein echter Kerl.Aus Rindern macht man Steaks. Leder. Harte Sachen. Aus Schafen macht man Pullover. Im Grunde bin ich also bloß ein Pulloverfarmer.“ … (Seite 88)

Albert Stark ist ein vorwitziger Feigling, der den Wilden Westen aus tiefstem Herzen hasst. Aber es gibt Dinge, die das Leben in „Old Stump“ erträglicher machen: seine Schafe, seine Freundin Louise, die noch alle ihre Zähne hat, und Edward, sein loyaler, wenn auch einfältiger Freund. Als Albert das Duell mit dem Halunken Charlie Blanche verweigert, gibt ihm Louise entnervt den Laufpass. In seiner Verzweiflung offenbart er sich der mysteriösen Schönheit Anne, die ihre eigenen Probleme hat. Ihr verhasster Mann, ein berüchtigter Revolverheld, ist mit seiner Bande auf dem Weg nach Old Stump. Und Albert, so ihr Plan, soll ihn aufhalten …

Albert Stark ist Schafzüchter im wilden Westen und ein Feigling und Schwarzmaler.
Nachdem er sich mal wieder vor einem Duell gedrückt, aber immerhin einen Streifschuss am Bein abgekriegt hat, trennt sich seine Freundin von ihm und er steht vor einem Scherbenhaufen, will nur noch weg aus dieser verdammten Stadt.
Dann taucht Anna mit ihrem Bruder auf, er klagt ihr sein Leid und sie will ihm helfen, was er allerdings nicht ahnt, ist, dass sie die Frau eines berüchtigten Revolverhelden ist.
Mit ihrer Hilfe will er Louise zurückgewinnen, die inzwischen mit dem Bartschneider des Ortes, einem reichen Schnösel, angebandelt hat. Entgegen seiner Überzeugung lässt sich Albert auf ein Duell mit ihm ein, denn will er die Frau zurückhaben, koste es, was es wolle und dazu muss er beweisen, dass er ein Mann ist. Zum Glück ist Anna eine fantastische Schützin und gibt ihm Nachhilfe. Das Ganze geht jedoch nur so lange gut, bis ihr Mann auftaucht…

Gleich zu Beginn, ich liebe „American Dad“ und „Family Guy“, aber Seth MacFarlanes „A Million Ways to die in the West“ zündet bei mir irgendwie nicht richtig. Klar kann man ab und zu mal grinsen, aber ich habe mir mehr erhofft. Allerdings muss ich zugeben, zumindest die immer wieder eingestreuten Todesarten sind sehr unterhaltsam, mehr möchte ich an dieser Stelle dazu gar nicht sagen.^^
Albert ist der typische Loser, bevor Louise ihn verlässt, ist er mit seinem Leben jedoch einigermaßen zufrieden, auch, wenn er den wilden Westen schon vorher gehasst hat, es ist aber auch verdammt gefährlich, dort zu leben, besonders um 1882. Wegen jeder Kleinigkeit liefern sich gestandene Männer Duelle und Albert hat es bisher gewschafft, dem aus dem Weg zu gehen, als Schafzüchter ist er halt nun mal kein harter Kerl. Aber für die Frau seiner Träume ist er bereit, zum Revolver zu greifen und braucht erstmal Nachhilfe.
Die Story an sich ist vorhersehbar, das ist aber gar nicht so das Problem, dafür sind die Figuren alle wandelnde Klischees. Klar ist das auch bei MacFarlanes Serien nicht anders, aber da kann ich drüber lachen, hier nicht.
Neben Alfreds oberflächlicher Ex sind da noch sein bester Freund, ein gutmütiger Trottel und dessen Freundin Ruth, die beste Nutte in der Stadt, die alles mitmacht, aber vor der Ehe keinen Sex mit ihrem Freund haben will. Die beiden sind einfach herrlich und für mich persönlich das Highlight im Buch, denn auch Anna, die Gangsterbraut, ist mir zu flach…

Hätte ich mir „A Million Ways to Die in the West“ als Film angesehen, hätte ich wohl abgeschaltet, hier habe ich die ganze Zeit gewartet, dass der große Knall noch kommt. Tat er aber nicht, mehr als 3 von 5 Miezekatzen sind deshalb auch nicht drin, daran kann auch das Cover mit den beiden Duellanten, dass ich sehr gelungen finde, nichts ändern …

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