„Killer“ – David Drake, Karl Edward Wagner

“ … Aber so, wie sie sich bewegt, die Art, wie ihre Krallen aussehen, und wie sie aus purer Mordlust tötet … Irgendwer hat seinen Kampfhahn verloren, und du hast ihn gekauft!.“ (Seite 39)

Rom vor etwa 2000 Jahren: Ein Außerirdischer soll gegen Gladiatoren kämpfen.

Lycron hatte Tiger in Indien, Löwen in den Hügeln von Mazedonien und Elefanten am Fuße des Atlasgebirges gefangen … Er war der größte aller Jäger, die den gierigen Schlund des Kolosseums mit Bestien fütterten.
Woher sollte Lycron wissen, dass die Kreatur, die er diesmal jagte, nicht von der Erde stammte? Dass sie das einzige überlebende Wesen eines abgestürzten Raumschiffs war?
Während er der Spur zerfetzter Leichen folgt, erkennt Lycron zwei Dinge: Dieses verdammte Vieh ist genauso intelligent wie er. Und überleben wird dieses Duell nur einer von ihnen.

Killer ist ein großartiger Mix aus SF, Horror und Fantasy. Mit Actionszenen voller Blut und Wucht. Der Roman könnte genauso gut »Alien vs. Predator im alten Rom« heißen.

Vonones, ein armenischer Händler, liefert allerhand Getier für die Gladiatorenkämpfe in Rom. Diesmal hat er jedoch eine ganz besondere Kreatur im Angebot, vor der sich all die anderen Tiere zu fürchten scheinen. Da niemand weiß, um welche Spezies es sich bei dem seltsamen Wesen handelt, gibt man ihr den Namen Affenechse und sie soll ein hübsches Sümmchen einbringen. Dazu kommt es jedoch nicht, das Monster flieht und zieht eine Spur aus Blut und Gedärmen hinter sich her. Lycron, früher selbst einmal Gladiator und inzwischen erfolgreicher Jäger, soll es einfangen, ahnt jedoch nicht, mit welch gefährlichem Gegner er es zu tun bekommt.

Ich liebe die „Alien“ Filme und auch „Predator“ war ganz nach meinem Geschmack, schon allein das machte „Killer“ von David Drake und Karl Edward Wagner, erschienen in der Pulp Legends Reihe des Festa Verlages, für mich zu einem Pflichtkauf. Auch das Cover finde ich großartig, so richtig schön trashig und hey, ein Alien im alten Rom, was will man mehr? Im Regal landete das Buch schnell und immer wieder wollte ich es lesen, griff aber am Ende doch wieder zu einem anderen Titel und nun, nach fast 2 Jahren,war es endlich fällig.
Erscheinen ist es im Original bereits 1985, hat also schon einige Jahre auf dem Buckel, die man der Story aber nicht anmerkt und auch der Schreibstil wirkt keineswegs antiquiert. Trotzdem bin ich mit der Geschichte nicht so recht glücklich geworden, was wohl vor allem an den Charakteren liegt.  Vonones und Lycon kennen sich schon lange und führen seitenlange Gespräche, trotzdem bleiben sie mir irgendwie fremd. Das gilt auch für N’Sumu, den rätselhaften Ägypter, der später als Dritter zur Gruppe stößt. Ein toller Charakter, der meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, ähnlich der Beute, die er jagt. Außerirdische sind faszinierende fremde Geschöpfe, über die man so viel wie möglich wissen möchte und genau das hat mir hier gefehlt. Ja, man liest einiges, für mich wäre da allerdings viel mehr drin gewesen. Anstatt Actionszene an Actionszene zu reihen, hätte ich gern mehr Infos zur Hintergrundstory gehabt, ich will doch wissen, was auf anderen Planeten so abgeht.^^
Alles in allem hat mich „Killer“ gut unterhalten, ist aber eben kein Buch, das im Gedächtnis bleibt.

Wer Trash und Blut mag, wird sich in dieser Geschichte pudelwohl fühlen, für mich persönlich fehlte es den Figuren jedoch ein wenig an Tiefe. Ich hätte lieber mehr über die anderen Welten da draußen erfahren, als immer wieder mit auf die Jagd genommen zu werden, aber das ist sicherlich Geschmackssache, von mir gibt es solide 3,5 von 5 Miezekatzen.

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