„Capturing the Devil“ – Kerri Maniscalco

“ … Thomas mochte Draculas Nachfahre sein, aber ich war diejenige, die es nach Blut dürstete. Mir bereitete es mehr Vergnügen, meine Klingen in totes Fleisch zu versenken, als mir zustand. …“ (Seite 388)

Das großartige Finale der gefeierten Reihe von Kerri Maniscalco

USA, 1893: Die berühmte Weltausstellung in Chicago wird durch Berichte von ungeklärten Morden und vermissten Personen getrübt. Audrey Rose und Thomas beginnen mit Ermittlungen, nur um festzustellen, dass sie es dieses Mal mit einem Serienmörder zu tun haben, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen haben. Ihn zu identifizieren ist eine Sache, ihn zu fassen – und lebend aus dem berüchtigten »Murder Hotel« des H.H. Holmes herauszukommen – eine andere. Werden Audrey Rose und Thomas ihr Happy End bekommen, oder wird ihr bisher abgründigster Widersacher ihrem gemeinsamen Glück ein Ende setzen?

In New York angekommen, geht es erneut auf die Jagd nach Jack the Ripper, außerdem soll geheiratet werden. Allerdings gestaltet sich beides schwerer als erwartet, denn Audrey Rose und Thomas bekommen immer wieder Steine in den Weg gelegt und auch ihre Familien machen es ihnen nicht unbedingt einfacher.

Audrey Rose und Thomas haben die Reise über den großen Teich hinter sich gebracht und sind in New York eingetroffen. Und obwohl Audrey nach dem Messerangriff auf einen Gehstock angewiesen ist, lässt sie sich natürlich nicht daran hindern, Thomas Geburtstag zu planen und nebenbei in den Tagebüchern ihres toten Bruders zu stöbern. Dabei kommt sie immer mehr zu der Überzeugung, dass er wohl doch nicht Jack the Ripper war, denn in New York kommt es immer wieder zu ähnlichen Morden. Das kann kein Zufall sein, der Killer ist ihnen also nach Amerika gefolgt. Doch die Ermittlungen geraten ein wenig in den Hintergrund, als die Hochzeit der beiden Turteltauben ansteht, bei der natürlich nichts wie geplant läuft. Was genau passiert, werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, nur soviel: Die Beiden machen sich Hals über Kopf nach Chicago auf, der Stadt, in der gerade die Weltausstellung stattfindet. Und wer hätte es gedacht, auch hier kommt in ihrem unmittelbaren Umfeld zu brutalen Frauenmorden. Doch wer ist der geheimnisvolle Killer und in welcher Beziehung stand Audrey Roses Bruder Nathaniel zu ihm? 
Nach Jack the Ripper, Dracula und Houdini dreht sich diesmal alles um H. H. Holmes. Wobei, alles ist übertrieben, denn, wie ich zumindest finde, wird dem Fall selbst zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Schon im Klappentext ist die Rede von Holmes Folter- und Mörderhotel, in der Geschichte selbst wird dem aber recht wenig Platz eingeräumt, mir persönlich zu wenig. Das Hotel mit all seinen verschachtelten Geheimgängen bot so viel Potenzial, leider wurde nur ein Bruchteil davon genutzt. So sehr ich die Ausflüge ins Privatleben von Audrey Rose und Thomas in den Vorgänger-Bänden auch genossen habe, hier war es mir ein bisschen zu viel, zu viel Angeschmachte, zu viele Liebesbekundungen, die die Autorin besser in die Ermittlungen gesteckt hätte. Versteht mich nicht falsch, Kerri Maniscalco bleibt mit dem „Liebesanteil“ in ihrem Buch immer noch ein ganzes Stück hinter anderen zurück und es ist auch nicht so, dass mich das Ganze nicht interessiert, aber weniger wäre in diesem Fall einfach mehr gewesen. Nachdem mich „Escpaing from Houdini“ so gefesselt hat, ist es aber auch schwer das zu toppen.^^

Dass es bei meinem liebsten Ermittlerpärchen selbst bei der Hochzeit Schwierigkeiten gibt, war vorauszusehen, leider leidet diesmal aber der Fall ein wenig unter den etwas übertriebenen Liebesbeteuerungen und einige Dinge kommen einfach zu kurz. Trotzdem ist das Buch ein gelungener Abschluss der Reihe und ich werde Audrey Rose und Thomas schmerzlich vermissen und vergebe mit einem weinenden und einem lachenden Auge 3,5 von 5 Miezekatzen.

01. „Stalking Jack the Ripper – Die Spur in den Schatten“
02. „Hunting Prince Dracula – Die gefährliche Jagd“
03. „Escaping from Houdini – Mord auf dem Atlantik“
04. „Capturing the Devil“ – Der Teufel von Chicago“

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