„Mordsjob“ – Danny King

In ein Phantom verliebt zu sein ist eine traurige Angelegenheit. In der Vorstellung macht man alle möglichen seltsamen Dinge mit ihr, nur um zu beweisen, wie sehr man sie liebt… Meiner habe ich Leukämie und Hirntumore und was nicht alles verpasst… Ich ließ sie erstechen, anschießen, zusammenschlagen… Alles, damit es ihr so richtig dreckig ging und ich ihr meine Treue beweisen konnte, indem ich mich um sie kümmerte und sie rächte. Ich erinnere mich noch an die Nacht, als ich ihr von einem Bus beide Beine abfahren ließ.
Das war meine Lieblingsfantasie…“

Ian Bridges liebt seinen Job. Er ist wahnsinnig gut darin, kann sich seine Zeit selbst einteilen und verdient gutes Geld. Aber er ist kein glücklicher Mann, denn dafür fehlt ihm noch die eine große Liebe, die ganz spezielle Frau an seiner Seite, mit der er seinen Erfolg teilen kann. Dumm nur, dass die meisten Frauen, deren Bekanntschaft er macht, dies nur selten überleben. Denn Ian Bridges ist ein Auftragskiller.
Aber das hält ihn nicht davon ab, weiter nach seiner Traumfrau zu suchen – und wenn er dafür vorher jede andere Frau Großbritanniens umbringen muss …

„The Hitman Diaries“ ist überaus lustig und so mitreißend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen will – eine grundlegende Qualität erfolgreicher Kriminalgeschichten, Ein schmutziges, großes Vergnügen.“ [The Times]

Ian Bridges hat einen sehr interessanten Job, er ist Auftragskiller und damit eigentlich ganz zufrieden, nur fehlt ihm in seinem Leben eine holde Dame, die er verwöhnen und beschützen kann.
Diese zu finden, gestaltet sich allerdings schwerer als gedacht, dabei ist Ian gar nicht so wählerisch, denn sie muss keinesfalls perfekt sein.
Leider macht ihm der Job aber immer wieder einen Strich durch die Rechnung, denn natürlich darf seine bessere Hälfte nichts von seinen Geschäften wissen, sonst landet sie auf dem Meeresboden, wo er die unglücklich Verschiedenen versenkt.
Auch seine tote Mutter nervt ihn immer wieder mit dem Wunsch nach einer Schwiegertochter und das führt zu Problemen auf Arbeit…

Oh man, der Klappentext von „Mordsjob“ bereitet einen nicht wirklich auf die Geschichte vor, die einen hier erwartet. Natürlich ist das Leben als Killer hart und blutig, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, ich musste einige Male wirklich grinsen.
Allein die tote Mutter, die Ian zusammen mit seinen verstorbenen Romanzen heimsucht, einfach köstlich.^^
Ian ist eben nicht der strahlende Held, immerhin ist er ein Killer, trotzdem kommt man einfach nicht umhin, ihn ins Herz zu schließen, gerade seine Vorstellungen von der Liebe seines Lebens sind, nun ja, zum Brüllen komisch trifft es ganz gut.

Zugegeben, man muss schwarzen Humor schon lieben, sonst kann man mit Danny Kings Buch nicht viel anfangen, aber zumindest meinem Geschmack hat er damit voll getroffen.
Beim Cover sieht das allerdings etwas anders aus, die Zielscheibe mit dem Herzchen wird dem Titel einfach nicht gerecht, denn die Story hat durchaus auch ihre blutigen Seiten. Wobei Lila ja für den letzten Versuch steht und das passt dann wieder ganz gut.^^
Einem Genre lässt sich „Mordsjob“ übrigens auch sehr schwer zuordnen, ich packe das Buch daher einfach mal unter Humor, weil ich mich köstlich amüsiert habe.^^

Danny King hat mich nach „Das Haus der Monster“ auch diesmal wieder voll überzeugt, ich muss mir also wohl doch auch noch „Eat Local(s)“ zuzulegen.
Wer zum Lachen nicht in den Keller geht und auch mit ein bisschen Gewalt keine Probleme hat, sollte hier unbedingt zugreifen, ich vergebe 4 von 5 Miezekatzen.

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