„Der Keller: Die Rückkehr“ – C. S. Mahn

“ …  »Glaubst du, es ist genug, ihn hier und jetzt zu töten? Glaubst du, dass das, was in ihm wohnt, mit seinem Fleisch stirbt? Er ist kein Mensch mehr.« … “ 

Es gibt viele Keller. Doch es gibt kein Entkommen.
Jahre sind vergangen, seit Grace den Wendigo besiegte und das Grauen hinter sich ließ. In ihren Träumen wird sie noch immer von den Schatten der Vergangenheit verfolgt, doch ihr Leben hat sich normalisiert: Sie jobbt in der örtlichen Bar und ihr Schulabschluss steht kurz bevor.
Als sie Tyler begegnet, scheint ihr Leben sich endgültig dem Guten zuzuwenden. Doch kaum beginnt sie, endlich loszulassen, erschüttert ein grausamer Mord die kleine Gemeinde. Die Spuren sind erschreckend vertraut und alle Hinweise deuten darauf hin, dass das Böse zurückgekehrt ist.
Grace beginnt zu zweifeln. An den anderen. An der Wahrheit. Und an sich selbst.
Ist der Wendigo wirklich zurück?
Oder war er nie wirklich weg?

Vier Jahre nachdem Grace den Wendigo getötet hat, wird sie immer noch von Albträumen verfolgt. Als die erste verstümmelte Leiche auftaucht, ist ihr sofort klar, dass das Böse zurück ist.

Seit Grace den Wendigo besiegt hat, sind einige Jahre ins Land gezogen, inzwischen jobt sie in einer Bar. Eigentlich sollte das nur eine Übergangsslösung sein, doch sie fühlt sich wohl hier, ihre Aufgaben helfen, die Erinnerungen zu verdrängen. In der Schule ist sie eine Einzelgängerin, ein Freak, immerhin hat sie damals das Haus ihrer Großmutter abgefackelt und so wird sie immer wieder von ihren Mitschülern provoziert. Als sie kurz davor ist, die Kontrolle über sich zu verlieren, greift Tyler ein und auch sie rettet ihn später vor der Clique, als die sich für sein Einschreiten an ihm rächen will. So freunden sich die beiden an.
Als ihr schließlich nachts ihr toter Großvater erscheint und sie warnt, ist Grace klar, dass der Wendigo zurück ist und tatsächlich lässt die erste Leiche nicht lange auf sich warten.
„Der Keller: Die Rückkehr“ lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Eigentlich war die Story nach 2 Bänden für mich auserzählt, der Rückblick in die Welt der Sioux gleich zu Beginn machte mich aber trotzdem neugierig, leider nimmt er mir persönlich zu wenig Raum ein, hier hätte ich gern mehr erfahren. Dafür gibt es parallel zu Grace noch einen zweiten Handlungsstrang, der einen etwas anderen Blick auf die Geschichte wirft, durchaus interessant, aber für mich nicht genug um mich begeistert bei der Stange zu halten. Da hilft auch das Wiedersehen mit Husky und Amanda nicht, denn selbst wenn ich beide nach wie vor sehr mag, bleibt am Ende die Frage, ob es wirklich nötig war, noch eine Fortsetzung zu schreiben.
Für mich war mit dem Ende von Teil 2 bereits alles gesagt, ich hätte keinen dritten Band gebraucht, denn etwas wirklich Neues gibt es hier nicht.

Auch in „Der Keller: Die Rückkehr“ treibt der olle Wendigo weioder sein Unwesen, für mich hat die Story allerdings inzwischen etwas von ihrem Reiz eingebüßt und es gibt auch diesmal einige Formulierungen, die den Lesefluss ins Solpern bringen. Ich hätte diese Fortsetzung jetzt nicht unbedingt gebraucht und vergebe 3,5 von 5 Miezekatzen.

01. „Der Keller: Part 1“
02. „Der Keller: Part 2“
03. „Der Keller: Die Rückkehr“

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