„Spur aus Blut“ – Andrew Holland

“ … Tatsächlich hat Shawn Verger seine Botschaft an ihn vor ein paar Wochen mit der Hand verfasst. Als er ihm entwischt ist. Deshalb erkennt er die Schrift auf Anhieb.

Das Spiel startet jetzt, Agent Casper. …“

Eine grausam zerstückelte Frauenleiche wird mitten am Tag in einer Spukhausattraktion an den Niagara Fällen gefunden. Die Bluttat ähnelt der eines Serienkillers, dem das FBI-Team um Howard Caspar bereits seit einigen Monaten hinterherjagt. Tatsächlich scheint der Täter seinen Widersacher mit einem perfiden Spiel anzulocken, denn kurz vor dem Tod der jungen Frau postet er ein Foto mit ihrem Aufenthaltsort auf einer Internetplattform. Der Killer teilt im Namen der Opfer Beiträge im Internet, um das Team auf deren blutige Spuren zu führen, und scheint es fast unmöglich, seine nächsten Schritte vorherzusehen.
Als sie den Hinweisen folgen, erkennt Howard das wahre Ziel: seine Familie. Um sie zu retten, darf ihm kein Fehler mehr unterlaufen. Denn bald schon ist es zu spät.

„Spur aus Blut“ ist der 11. Teil der Howard Caspar Reihe und setzt dort ein, wo der Vorgänger endete. Der Dollkiller, der inzwischen einen Namen hat, nämlich Shawn Verger, befindet  sich auf der Flucht und hat es noch immer auf Caspar abgesehen. Dessen Frau ist mit den drei Kindern abgetaucht.
Doch möchte weiterspielen. Er entführt eine junge Frau, die sich gerade auf den Weg zu einem Trip quer durch die USA machen will und postet über ihren Account ein Bild und eine Nachricht an Howard. Obwohl der nun weiß, wo sich der Killer aufhält, hat er keine Möglichkeit ihn zu fassen und steht schon bald vor der ersten Leiche … 

In „Spur aus Blut“ gelingt es Andrew Holland erneut, den Leser vom ersten Moment an zu fesseln, denn bereits zu Beginn verschwindet Howards Tochter, dann macht die Story einen Sprung zu Vergers erstem Opfer Roseanne, die dem skrupellosen Killer ins Netz geht und das fast schon im doppeltem Sinne, denn das Internet spielt beim Plan des Dollkillers eine große Rolle.
Unbedacht posten wir immer wieder Dinge über uns, die anderen perfekt in die Hände spielen. Natürlich muss das nicht unbedingt ein Serienkiller so wie hier sein, aber vieles lässt sich über unsere Social Media Auftritte verfolgen. Pech für die junge Frau, deren Roadtrip endet, bevor er richtig begonnen hat.
Auch dem Täter gibt der Autor wieder eine Stimme und auch wenn Verger brutal und fast völlig emotionslos ist, so machen die wenigen Fakten, die man über seine Kindheit erfährt, doch sehr betroffen. Als Junge hat er mein tiefstes Mitgefühl, für den erwachsenen Mann hingegen empfinde ich nur Abscheu, da entschuldigt auch die Vergangenheit nichts.
Im Laufe der Reihe habe ich Howard und seine Familie sehr ins Herz geschlossen, umso mehr tut es mir natürlich leid, dass diese einfach nicht zur Ruhe kommt, gerade jetzt mit dem Baby. Doch auch das Team rund um den Ermittler hat einiges zu bieten, vor allem Thomas mit seiner speziellen Begabung und seinem doch etwas eigenen Wesen (aber sind IT-Leute nicht immer etwas merkwürdig?^^) und die neu dazugekommene Dana mag ich besonders, dass letztere nun sozusagen fast schon dazugehört, habe ich deshalb natürlich mit Freude zur Kenntnis genommen.
Das Ende lässt mich befriedigt zurück und zeigt, dass auch Ermittler nur Menschen sind und Gefühle nicht ein- und ausstellen können, das mag unprofessionell sein, macht sie aber menschlich.

01. „Wie sehr willst du leben?“
02. „Wovon träumst du?“
03. „Lass uns spielen“
04. „Im Namen der Tochter“
05. „Sie kamen nie zurück“
06. „Highway des Todes“
07. „Tödliches Misstrauen“
08. „Lautloser Feind“
09. „Die Haut meines Mörders“
10. „Denn zum Töten sind sie da“
11. „Spur aus Blut“

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