“ … »Sie sieht aus wie eine wandelnde Leiche und sie stinkt auch so. Ihr Fleisch hängt ihr faulig von den Knochen, sie hat kaum noch Haare am Schädel. Ihre Hände sind Klauen, ganz scheußliche Klauen. Ihre Haut ist von dunklen Adern durchzogen und sieht aus, als würde sie bei der nächsten Bewegung reißen.« … „
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Von Blutschuld und Teufelstreue, von Friedhofstreiben und Höllenleiden
Nachdem die Zwillingsbrüder Daniel und Jonas und ihre Freunde einer echten Hexe begegnet sind, können die Zwölfjährigen ihr böses Treiben nicht ignorieren, denn das würde die Leben zahlloser Kinder kosten. Der Kampf gegen das Teufelsweib gestaltet sich schwierig, aber es treten Verbündete auf den Plan, die Erfahrung mit der Hexenjagd haben. Daniel muss nicht nur seine Ängste überwinden, sondern auch bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen, wenn er sich seiner neuen Feindin entgegenstellt.
Doch wo eine Hexe lauert, dort verbergen sich meist mehr Satansbuhlinnen mit unheimlichen Mächten, gegen die kaum ein Kraut gewachsen ist, und sie haben Schreckliches im Sinn.
CN: Gewalt von und Gegen Kinder sowie ekelerregende Szenen entsprechend der Hexenthematik sind in diesem Roman zu finden.
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Als Daniel, Jonas und Lena abends auf dem Weg nach Hause mit ihren Rädern am Friedhof vorbeifahren, sehen sie eine seltsame Alte, die in der Erde gräbt und sie wenig später direkt anzuschauen scheint, obwohl es dunkel ist und sie die Kinder gar nicht sehen kann. Nachdem sie der alten Gerberstett erneut begegnet sind, beginnt Lena sich zu verändern. Sie behauptet, das garstige Weib wäre eine Hexe und sie könne sie in ihrer wahren Gestalt sehen.

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Nach „Hexenwerk“ habe ich mich mit „Hexenblut“ erneut auf Hexenjagd begeben und was soll ich sagen? Auch der zweite Teil der Trilogie weiß zu begeistern und macht neugierig auf den Abschlussband. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit den Kids, neue garstigen Hexenweiber und natürlich dem Herren der Hölle. Aber erstmal zurück zu Band zwei. Aber Achtung, wer „Hexenwerk“ nicht gelesen hat, sollte sich bewusst sein, dass meine Rezi ein paar kleine Spoiler enthält.
Die Zwillinge Daniel und Jonas und Lena sehen die alte Gerberstett zum ersten Mal auf dem Friefhof, wo sie in der Erde zu buddeln scheint. Zu Halloween begegnen sie ihr im Wald, wo die unfreundliche Alte ihnen droht. Während die Brüder mehr über das garstige Weib herausfinden wollen, hat Lena Angst, denn sie scheint sie als einzige als das zu sehen, was sie wirklich ist, eine gruselige Hexe.
Währenddessen bekommt Melvin einen Pakt vom Teufel persönlich angeboten, sollte er den annehmen, könnte er den Qualen der Hölle entkommen in sein altes Leben zurückkehren. Doch nicht nur er ist beim Herren der Finsternis gelandet, auch Agnetha musste diese Reise antreten und sinnt auf Rache.
Was für ein Trip, „Hexenblut“ steht dem Vorgänger in nichts nach. Die Hexen sind grausame und hässliche Weiber, die um die Gunst des Herren der Finsternis buhlen und erneut sind es ausgerechnet Kinder, die ihnen auf die Schliche kommen, keine unbekannten übrigens, denn Daniel und Jonas hatten schon in „Hexenwerk“ als Simons Cousins einen kurzen Auftritt. Diesmal stehen sie zusammen mit ihrer Freundin Lena im Mittelpunkt. Es gibt aber noch weitere Wiedersehen, über die ich mich gefreut habe, ich liebe es ja, wenn Figuren wieder auftauchen, sei es auch nur in einer Nebenrolle und man so erfährt, was aus ihnen geworden ist. Neben Melvin darf so auch Agnetha zurückkehren. Wie schon in „Hexenwerk“ erwähnt, sind Tanja Hanikas Hexen einfach so herrlich böse, sei es nun Agnetha, Sibilla oder der garstige Rest. Besonders unterhaltsam fand ich die Ausflüge in ihre Vergangenheit, immerhin haben sie schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel und damals herrschten noch andere Zeiten. Ihnen da bei ihren Bösartigkeiten oder ihren Kämpfen untereinander über die Schulter zu schauen, ist eine wahre Freude. Selbiges gilt übrigens auch für die Erzählperspektive aus Sicht der Kinder, immer wieder habe ich mich gefühlt, als würde ich selbst mit den Zwillingen auf die Jagd gehen. Nicht nur nach Hexen, denn der Teufel selbst mischt diesmal mit, genauso wie ein fehlgeleiteter Hexenjäger, Gegner für die mutigen Kids gibt es also genug und sie alle haben es in sich.
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Wer Hexen mag, vor allem so richtig fiese, kommt um „Hexenwerk“ und „Hexenblut“ von Tanja Hanika nicht herum. Ihre Teufelsliebchen sind grausam und furchteinflößend, sie kämpfen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, gern auch gegeneinander. Das macht Spaß, ist aber teilweise auch echt eklig und damit genau das Richtige für mich. Im Sommer soll der dritte und letzte Band erscheinen, der dann hoffentlich alle noch offenen Fragen klärt. Ich freu mich drauf und vergebe 4 von 5 Miezekatzen.
01. „Hexenwerk“
02. „Hexenblut“


