„The Boys: Band 1“ – Garth Ennis, Darick Robertson

… „Ich liebe dieses Land! Hier kriegt man rund um die Uhr 100 verschiedene Donutsorten und sonst was für Zeug, das niemand braucht. Und sie sind alle so unfassbar blöd, Hughie.
Sie sind so sehr darauf bedacht, ihr kleines bisschen Vermögen zu beschützen, dass sie nie über die Schulter sehen. Wenn man vorsichtig ist, kommt man praktisch mit Allem davon.“ …

GNADENLOS GEGEN PERVERSE AUS STAHL
Superhelden beschützen die Welt mit ihren übermenschlichen Kräften – und hinterlassen dabei eine Spur aus menschlichen Kollateralschäden. Richtig übel wird es außerdem, wenn die von ihrer eigenen Macht korrumpierten Supermänner und Superstars das Gefühl haben, sich alles herausnehmen und im Grunde mit jedem perversen Scheiß durchkommen zu können. Wer soll die Menschheit vor den mächtigsten Arschlöchern der Erde beschützen, wenn diese mal wieder über die Stränge schlagen? Natürlich Butcher und seine krasse CIA-Einsatztruppe The Boys, die den überheblichen Pissern aus Stahl den Kampf ansagen…

Wir alle kennen Superhelden als die Saubermänner der Nation, in „The Boys“ sieht die Sache allerdings ein bisschen anders aus. Wobei ein bisschen dezent übertrieben ist, denn da sind sie nichts anderes als arrogante Arschlöcher, die auf Recht und Anstand pfeifen und tun und lassen, wonach ihnen ist.
Das bekommt auch Hughie am eigenen Leib zu spüren, denn seine Freundin ist eins ihrer Opfer, 
ein Kollateralschaden. Damit will er sich jedoch nicht zufriedengeben und das ruft William Butcher auf den Plan, der mit seinem Team den Superhelden Einhalt gebieten will.

Erst einmal folgendes, wer Moral, Anstand und Helden in glänzender Rüstung erwartet, ist hier total fehl am Platz, es wird geflucht, gevögelt und dreckige Wäsche gewaschen.
Die Serie fand ich genial, deshalb habe ich mir nun auch den Comic zugelegt und was soll ich sagen, der treibt das Ganze noch weiter auf die Spitze, unterscheidet sich aber doch sehr von der Netflix Adaption.
Die Chaotentruppe ist dieselbe, angeführt von Butcher treiben auch hier Mother’s Milk, Frenchie, das Weibchen und Hughie ihr Unwesen. Allerdings arbeiten sie hier tatsächlich für die C.I.A. und können dementsprechend auch mal eben durch die Gegend düsen, zum Beispiel nach Russland.
Schade dass es dieser Teil der Geschichte nicht in die Serie geschafft hat, zu gerne hätte ich die Liebeswurst in Action gesehen.^^
Überhaupt spielen die „Seven“ hier bisher eher eine untergeordnete Rolle, bis auf Starlights Einstieg ins Team, der hier tatsächlich noch böser ist, gibt es von ihnen nicht viel zu sehen, aber ich habe ja noch einige Bände vor mir, also bin ich guter Dinge.
Faszinierend finde ich es übrigens, wie nah am Comic man Butchers Team in der Serie besetzt hat,  abgesehen von Hughie, der aussieht wie sein eigener Vater.^^ Bei den anderen könnte man allerdings wirklich glauben, die Figuren sind den Zeichnungen entstiegen.
Und verdammt, ich liebe Butcher, gerade weil er so ein Arschloch ist.

Was soll ich sagen, ich war nie ein Comic-Freund, aber ich glaube, ich muss tatsächlich umdenken, denn nach dem „Sandman“ hat mich auch „The Boys“ auf ganzer Linie überzeugt.
Butcher und seine Jungs sind einfach zum Schießen.
Etwas anderes als 5 von 5 Miezekatzen kann ich hier gar nicht vergeben und Band 2 steht schon in den Startlöchern.

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