„The Boys: Band 2“ – Garth Ennis, Darick Robertson

SUPER-SEX UND UNDERCOVER-SUPERHELD
Eigentlich sollten Superhelden ein leuchtendes Beispiel der Moral und der Tugendhaftigkeit sein. Doch was, wenn die übermächtigen Verteidiger der Freiheit riesengroße Arschlöcher sind, die auf die Menschlichkeit und Anstand scheißen und nur den nächsten Gangbang oder ihr Konto im Sinn haben? Wenn der übermenschlich-übermenschliche Abschaum wieder einmal über die Stränge schlägt und einen Denkzettel verpasst bekommen muss, ruft man den knallharten Butcher und seine als The Boys bekannte Truppe. Zur Not decken sie in Folge eines wenig heroischen Selbstmords jedes schmutzige Geheimnis der kohlescheffelnden G-Men auf. Dabei ist auch Butchers Vergangenheit ziemlich bewegt, während Hughie im Hier und Jetzt der Liebe nachjagt und undercover geht…

Billy Butcher, Mother’s Milk, der Frenchman, das Weibchen und Hughie versuchen nach wie vor, den total überschätzten Superhelden das Handwerk zu legen. Hughie ist inzwischen fester Bestandteil der Truppe und verbringt eine heiße Nacht für Annie, die für beide recht peinlich endet …

Nachdem der erste Band die Hefte 1-14 und damit doch recht wenig über die „Seven“ enthielt, geht es hier weiter mit Nummer 15-30 und diesmal bekommt Neuzugang Hughie die komplette Geschichte der sieben größten Superhelden auf dem Silbertablett serviert, eine äußerst unschöne natürlich.
Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem vermeintlich toten Blarney Cock, der seinen Hamster zurückfordert, welcher, ich formuliere es mal vorsichtig, bereits in Tiefen vorgedrungen ist, die wirklich niemand erkunden will. Kleine Nager haben eben auch kein einfaches Leben, ich wusste es schon immer.^^
Zwischen Sex, Gewaltausbrüchen und Schimpfwörtern, die sich gewaschen haben, gibt es immer neue Schandtaten der Superhelden zu entdecken und auch die Kirche kriegt ihr Fett weg. Doch es gibt auch durchaus sentimentale Momente und Hughie und Annie sind als Pärchen schon fast ein bisschen kitschig.
Die Chaostruppe ist immer noch die alte, erst draufhauen, dann nachfragen, falls noch möglich, dafür muss Annie aka Starlight auf die harte Tour lernen, das manche Dinge eben nicht sind, wie sie scheinen und daraus zieht sie ihre Konsequenzen.
Mein persönlicher Liebling ist allerdings nach wie vor Terror, auch wenn der kein guter Umgang für Katzen ist.
Neben der Story überzeugen mich auch die Zeichnungen, ich erwähnte, glaube ich, beim letzten Mal schon, dass man die Charaktere aus der Serie sofort wiedererkennt. Klar waren die Bilder eigentlich zu erst da, aber ich hab nun mal mit der filmischen Umsetzung begonnen und manchmal ist es danach total schwer, sich die Figuren aus der Geschichte vorzustellen, einfach, weil man da inzwischen ein völlig anderes Bild im Kopf hat.
Das ist hier überhaupt nicht der Fall und das finde ich großartig. 

Ich liebe den Humor von „The Boys“, einfach alles wird gnadenlos durch den Kakao gezogen, ohne Rücksicht auf Verluste, Billy Butcher ist einfach ein Kotzbrocken, aber was solls, ich liebe ihn und ich hätte gern einen kleinen Terror.
Mehr gibt es nicht zu sagen, 5 von 5 Miezekatzen.^^

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