„Der Fleischer“ – Daniel Holbe

“ … Eine intensive Suche förderte diverse Knochen zutage, darunter auch ein Becken und ein etwa zwanzig Zentimeter langes Stück des Unterschenkels. Alles in allem eine Szenerie, die dem Begriff Eltern_Teile völlig neue Dimensionen verlieh. …“

Ein Kurzthriller von Bestseller-Autor Daniel Holbe. Blutige Thriller-Spannung um einen Serienkiller, der seine Opfer grausam verstümmelt

Carlo Zingka, ein Profiler aus Berlin, wird in seine Heimatstadt versetzt, weil sich dort ein Serienmörder herumtreibt. Immer wieder redet man hinter vorgehaltener Hand über Kannibalismus, und immer wieder tauchen Leichenteile auf, die diesen Verdacht bestätigen. Noch hält die Polizei aber den Deckel drauf. Doch immer wieder verschwinden Menschen, spurlos, und das seit über 20 Jahren. Ist es tatsächlich derselbe Mörder, der da sein Unwesen treibt? Ist es jemand, der die nahe gelegene Fleischfabrik für sein Unwesen missbraucht? Und warum findet man gehäutete Körperteile, an denen das Fleisch aber noch erhalten ist? Den Ermittlern kommt ein grauenhafter Verdacht …

Spannend und nervenzerfetzend – der Bestseller-Autor von einer etwas anderen, blutigeren Seite – für die rasante Spannung zwischendurch!

Carlo Zingka wird aus der Großstadt ins Kuhkaff  Zieplitz versetzt, wo ein Mörder sein Unwesen treibt. Immer wieder tauchen Körperteile oder verstümmelte Leichen auf, außerdem geht das Gerücht um, dass das Fleisch der Toten verarbeitet wird, immerhin ist eine Fleischfabrik in der Nähe. Doch auch mit seinem  Team hat es Zingka nicht leicht. …

Der Name Daniel Holbe sagt mir natürlich etwas, gelesen habe ich von diesem Autor allerdings noch nichts, also höchste Zeit, das nachzuholen. Zwar haben mich die anderen Bücher, die ich bisher aus der „Eiskalte Thriller“ Reihe aus dem Hause Knaur gelesen habe, nicht wirklich vom Hocker gehauen, so hatte ich aber auch keine besonders hochgesteckten Erwartungen. Doch was soll ich sagen, manchmal wird man tatsächlich positiv überrascht, noch dazu habe ich mich köstlich amüsiert. Dabei ist „Der Fleischer“ ganz sicher nichts für Zartbesaitete, es geht ganz schön zur Sache und das gleich zu Beginn, denn bereits auf den ersten Seiten wird ein Mensch fachgerecht zerlegt. Trotzdem konnte ich nicht verhindern, dass sich immer wieder ein Grinsen in meinem Gesicht breitmachte, schon allein aufgrund der Charaktere und des Schreibstils. 
Erstmal haben wir da Carlo Zingka, einst gefeierter Profiler aus Berlin, nun strafversetzt in die tiefste Provinz. Er ist Veganer und ermittelt unter anderem in einer Fleischfabrik, schon allein das fand ich irgendwie köstlich, man möge mir meinen flachen Wortwitz verzeihen.^^
Zingka behauptet von sich selbst:

“ … Ich würde mich zuweilen als Arschloch bezeichnen, aber als ein nettes. Jedenfalls konnte ich nett sein, wenn ich wollte. …“

und lässt den Leser aus der Ich Perspektive an seinen Ermittlungen teilhaben. Zu seinem Team gehören außer ihm noch Nora Träumer, die frisch von der Polizeischule kommt und der ewig miesepetrige Knoehr, mit wem er lieber zusammenarbeitet, steht außer Frage.
Gegen Ende hab ich mich tatsächlich ein paar Mal gefragt, was zum Teufel hier los ist, auch dafür gibt es einen fetten Daumen nach oben.
Auch wenn „Der Fleischer“ nur 96 Seiten hat, habe ich hier den Preis von 8,00 Euro gern bezahlt, denn die Geschichte hat mich wirklich unterhalten, gerne wäre ich hier noch tiefer eingetaucht. 

„Der Fleischer“ ist eklig und zugleich verdammt witzig, zumindest hab ich das so empfunden. Die Figuren sind schon irgendwie skurril, sowohl das Ermittlerteam, als auch die Opfer. Gerade die „Vorgeschichte“ von Marek fand ich herrlich, man hatte das Gefühl, als wäre man live dabei, fast wie im realen Leben.^^ Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als für diese Kurzgeschichte 4,5 von 5 Miezekatzen zu vergeben und ich glaube, Daniel Holbe muss ich mir nochmal genauer anschauen.^^

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