„Die Grimm-Chroniken 2: Asche, Schnee und Blut“ – Maya Shepherd

… „Ihr werdet ewig leben, doch es wird ein Leben voller Schmerz und Trauer sein.“ Sie richtete den Blick auf mich – voller Mitleid. „Mary, Ihr seid es, die das Unheil über die Menschheit bringen wird!“ … (Seite 141)

Die zweite Folge der ‚Grimm-Chroniken‘ enthüllt ein Schneewittchen, wie es bisher niemand kannte. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, ebenso wie zwischen Wahrheit und Lüge, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität.

»Wer hat Ihnen das angetan?«, flüsterte Maggy.
Der Mann richtete seine grauen Augen auf sie. »Schneewittchen«, stieß er mit seinem letzten Atemzug hervor, bevor sein Herz zum Stillstand kam.

Nach der Nacht im Lebkuchenhaus und der Rückkehr von Rumpelstein geht es für Will und seine Freunde ins Schloss Drachenburg, wo sie von qualvollen Schreien begrüßt werden.
Sie  treffen auf  einen sterbenden Mann und seine Mörderin, Schneewittchen, die es als nächstes auf Joe abgesehen  hat.
Als sie jedoch Wills Medaillon sieht, zieht sie sich zurück …

Erneut folgt man als Leser den Teenagern Will, Joe und Maggy, die im „Märchenland“ gestrandet sind und nur zurück nach Hause wollen, parallel dazu geht die Liebesgeschichte von Mary und dem Vampir Dorian weiter, bei der eigentlich von Anfang an klar ist, dass sie kein gutes Ende nehmen kann.
Mary finde ich einfach furchtbar naiv, sie glaubt, ohne Dorian nicht mehr leben zu können, kein Wunder, führte sie bisher doch ein behütetes Leben und hatte wenig Kontakt zu ihren Mitmenschen.
Und dann ist da ja auch noch der Fluch, auf den bisher erstaunlich wenig eingegangen wurde, ich bin gespannt, was da wohl noch kommt.
Will scheint sich langsam aber sicher damit abzufinden, dass sein Vater vielleicht doch nicht ganz so verrückt ist, immerhin passieren immer wieder Dinge, die er mit Logik nicht erklären kann, nur Joe bleibt skeptisch, dabei wäre ausgerechnet er fast zum Opfer eines Vampirs geworden.
So langsam nimmt die Story also Fahrt auf, es gibt Blutsauger, Märchenfiguren, die nicht so sind, wie man sie kennt, eine Liebesgeschichte, Freundschaft, … ich bin gespannt, wohin das Ganze mich führen wird, aber vor allem natürlich auch darauf, wer denn nun gut oder böse ist, so ganz klar ist das bis jetzt ja noch nicht.
In „Asche, Schnee und Blut“ erzählt uns Maya Shepherd diesmal mehr über die Apfelprinzessin und ihren sexy Vampir, wer die beiden sind, ist ja schon relativ klar.

Wills Rolle hingegen ist noch nicht so ganz durchschaubar, wobei bei in einem Buch mit Grimm im Titel der Name Wilhelm ja bestimmt kein Zufall ist. Ja, ich bin schon ein schlaues Köpfchen und ich bin da sogar ganz allein draufgekommen.^^

Auch Band 2 weiß wieder zu überzeugen und endlich kommt auch die „Böse“ ins Spiel, Schneewittchen. Allzu viel erfährt man zu ihr jedoch erstmal nicht, schauen wir mal, wie es im dritten Teil aussieht.
Bisher mag ich die Charaktere sehr gern, allen voran natürlich Will und Maggy, schauen wir mal, ob das auch so bleibt. Und so bekommt auch mein zweiter Ausflug ins Märchenland und damit zurück in meine Kindheit, 4 von 5 Miezekatzen. 

Die Grimm-Chroniken:
01. „Die Apfelprinzessin“
02. „Asche, Schnee und Blut“
03. „Der schlafende Tod“
04. „Der Gesang der Sirenen“
05. „Der goldene Apfel“
06. „Der Tanz der verlorenen Seelen“
07. „Das Aschemädchen“
08. „Dornen, Rosen und Federn“
09. „Die verbotene Farbe“
10. „Der schwarze Spiegel“
11. „Träume aus Gold und Stroh“
12. „Das Mondmädchen“
13. „Die vergessenen Sieben“
14. „Der Sohn des Drachen“
15. „Rosenkuss und Dornenkrone“
16. „Der Dornenprinz“
17. „Wolfsblut im Sternenregen“
18. „Unterhalb des Horizonts“
19. „Hexenherz“
20. „Der Spiegelball“
21. „Blutrote Schwestern“
22. „Der Märchenschreiber“
23. „Das Unglückskind“
24. „Die Tochter des Todes“
25. „Das Labyrinth der Königin“
26. „Krieg der Farben“

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