„Die Grimm-Chroniken 5: Der goldene Apfel“ – Maya Shepherd

“ … Meine Worte waren wie Hiebe. Es lag nichts Sanftes mehr in ihnen. Ich wollte ihn  verletzen, so wie er mich mit seinem Schweigen strafte. …“ (Seite 19)

Tränen verschleierten ihren Blick, als sie ihm den goldenen Apfel aus der Hand nahm. Der Schein des Feuers spiegelte sich in seiner glänzenden Oberfläche.
»Bis bald«, flüsterte sie, bevor sie den Mund öffnete und in die Frucht biss. Das Stück blieb ihr im Hals stecken. Sie rang nach Atem, bevor sie die Augen schloss und ihr die Knie wegsackten. Rumpelstilzchen hatte gesagt, dass man Schneewittchen nur in ihren Träumen töten könne. Will betete, dass er recht behielt. Sie durfte nicht tot sein.

Während Mary und Dorian im Jahre 1593 auf der Suche nach ihrer Zuflucht noch immer übers endlose Meer schippern, haben Maggy und Joe 2012 im Lebkuchenhaus eine unschöne Begegnung mit der Königin.
Die Fronten verhärten sich, doch die Herrscherin macht ihnen ein Angebot …

Ein Junge aus dem Heim mit einem befreundeten Geschwisterpaar gefangen in einer seltsamen Märchenwelt, ein Vampir und die Tochter von van Helsing als Liebespaar gemeinsam auf der Flucht, ein blutsaugendes Schneewittchen …
Ja, es ist mal wieder Zeit für die Grimm-Chroniken, genauer gesagt für Teil 5 der Reihe.

Die vergangenen hindurch Bände waren Mary und Dorian das Traumpaar schlechthin, auf der Flucht vor seinem bösartigen Vater. So langsam scheint es bei den beiden aber mit eitel Sonnenschein vorbei zu sein, denn sie haben beide Geheimnisse, die sie voreinander verbergen und das führt zu Streit.
Im Gegensatz zu den beiden sind sich Maggy und Joe einig, sie stehen zu ihrem Freund, komme, was wolle. Will hingegen vertraut Margery inzwischen blind.
Die Masken sind gefallen, allerdings wage ich zu bezweifeln, dass das der endgültige Stand ist.
Aber vor allem bin ich darauf gespannt, was zwischen Dorian und Mary vorgefallen ist, hoffentlich wird meine Neugier bald befriedigt.
Gut und Böse, die Rollen scheinen nun endlich verteilt zu sein, aber ganz verlasse ich mich darauf nicht, ich hab da so ein Gefühl und bin gespannt, ob es sich bewahrheitet.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und gut zu lesen, die Charaktere gewinnen von Band zu Band immer mehr an Tiefe und jedes Mal, wenn ich ein Buch aus der Hand lege, denke ich mir: Ach ja, schon wieder vorbei. Gut, die Bücher sind auch sehr dünn, aber das hat auch Vorteile.

Was ich übrigens noch gar nicht erwähnt habe, ich mag die Cover der Reihe sehr gern.
Man erkennt auf den ersten Blick, dass die Bücher zusammengehören, die in den Titel eingearbeiteten Blätter und der Rahmen verleihen ihnen ein edles Aussehen, verspielt, märchenhaft und ein bisschen düster, passt wie die Faust aufs Auge.^^

Ich bin nach wie vor gespannt, wohin mich die Reise führen wird und vor allem, auf wen ich dabei noch treffe.
So bleibt mir gar nichts anderes, als auch diesmal wieder 4 von 5 Miezekatzen zu vergeben.

01. „Die Apfelprinzessin“
02. „Asche, Blut und Schnee“
03. „Der schlafende Tod“
04. „Der Gesang der Sirenen“
05. „Der goldene Apfel“
06. „Der Tanz der verlorenen Seelen“
07. „Das Aschemädchen“
08. „Dornen, Rosen und Federn“
09. „Die verbotene Farbe“
10. „Der schwarze Spiegel“
11. „Träume aus Gold und Stroh“
12. „Das Mondmädchen“
13. „Die vergessenen Sieben“
14. „Der Sohn des Drachen“
15. „Rosenkuss und Dornenkrone“
16. „Der Dornenprinz“
17. „Wolfsblut im Sternenregen“
18. „Unterhalb des Horizonts“
19. „Hexenherz“
20. „Der Spiegelball“
21. „Blutrote Schwestern“
22. „Der Märchenschreiber“
23. „Das Unglückskind“
24. „Die Tochter des Todes“
25. „Das Labyrinth der Königin“
26. „Krieg der Farben“

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