„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 2“ – Anja Hansen

„… Aber was tut man nicht alles für Freunde. Und ich denke, das waren wir mittlerweile. Durch eine Katastrophe zusammengeführte Fremde, die zu Freunden wurden. Zu kitschig? Fick dich, ich finde es super. …“

Willkommen zu Teil 2! Wie geht es weiter mit Rüdiger und seinen Freunden? Wird er auch diesen Band überleben?
Viel schwarzer Humor und Zombies erwarten euch. Oder sind die wahren Feinde die Überlebenden?

Nachdem Rüdiger und sein Anhang, den er inzwischen schon liebevoll als seine Familie bezeichnet, zu Hause bei Josef ankommen, müssen sie feststellen, dass seine Frau nicht dort ist, also beschließen die fünf, sich auf den Weg in das Gefängnis zu machen, in dem sie als Therapeutin arbeitet.
Der Wachmann dort erweist sich nicht unbedingt als besonders große Hilfe und auch sonst wirkt alles ziemlich verlassen …

Gefängnis und Zombies, wer jetzt nicht an „The Walking Dead“ denkt, hat irgendwas verpasst.
Allerdings kann ich folgendes verraten ohne zu spoilern:
1. die Gruppe ist wesentlich kleiner, ebenso das Gefängnis,
2. es gibt weniger Tote, Drama und Zombies,
dafür aber 
3. eine Menge schwarzen Humor und Sarkasmus.^^
Schon allein Rüdigers Vorwort und der kurze Rückblick auf vergangene Geschehnisse sind zum Schießen.
Inzwischen hat sich die Gruppe zusammengerauft. Man zieht sich zwar immer noch gegenseitig auf, aber eben wie unter Freunden, ohne gehässigen Unterton.
Was passiert, wenn die Welt draußen vor die Hunde geht, man aber doch eher wenig mit der eigentlichen Bedrohung, den Zombies, konfrontiert wird?
Sind Whirlpools dann immer noch Luxus oder zählen inzwischen ganz andere Dinge?
Auch wenn die Geschichte doch eher locker flockig erzählt wird, kommt man nicht umhin sich zu fragen: Was wäre wenn? Was ist für mich wichtig?
Rüdiger hingegen muss sich darüber nicht wirklich viele Gedanken machen, dem reicht ein Kaffee vollkommen.^^
Auch im zweiten Teil gibt Anja Hansen dem Leser wieder neue Infos zu den Charakteren, einige überraschen, andere weniger, aber zusammen ergeben sie ein stimmiges Bild und Charaktere, die man ins Herz schließt, auch wenn man  ahnt, oder wie im Fall von Rüdiger bereits weiß, dass der eine oder andere den Hirnfressern zum Opfer fallen wird.

Rüdigers Trip in Richtung Zombiewerdung geht weiter, auf die gewohnt sarkastisch erzählte Weise. Eigentlich passiert gar nicht so viel, trotzdem folgt man gespannt dem Geschehen, man will ja wissen, wie genau es den guten Rüdiger erwischt. 
Zumal ich mich doch ganz gut mit ihm identifizieren kann, ich bin kein großer Menschenfreund und doch gibt es immer wieder Weggefährten, die das kleine schwarze Herzchen erwärmen, aber genug dazu. Unter anderem auch dafür gibt es von mir wieder 4 von 5 Miezekatzen, aber natürlich vor allem für das Grinsen, das ich beim Lesen immer wieder im Gesicht hatte.

„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 1“
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„Z Diaries: Staffel 2 – Teil 1“ 

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