„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 5“ – Anja Hansen

„… In amerikanischen Filmen sieht man manchmal, wie Mädels für einen guten Zweck Autos waschen. Wunderschön und leicht begleitet. Drei Exemplare davon hatten sich irgendwie nach Deutschland in die Apokalypse verirrt. Es hätte mein Glückstag werden können, wenn sie nicht mit Sturmgewehren auf mich gezielt hätten. …“

Dieser Ort sollte unsere Hoffnung sein. Entpuppt er sich jetzt als unser Untergang? Die Lage um uns herum spitzt sich zu und ich habe das Gefühl, dass nur ich uns alle retten kann. Stell den Kaffee auf, es geht weiter!

Der vierte Teil endet, als Rüdiger Josef zurück zum Haus schickt und sich auf die Suche nach einem fahrbaren Untersatz macht und genau dort geht es jetzt weiter.
Zwischen Blut und Leichen trifft er auf drei Junge Frauen, die ebenfalls auf der Suche nach einem Auto sind. Kurzentschlossen tut man sich zusammen, aber ist das wirklich so eine gute Idee?

Hach ja, Rüdiger, du hast mir gefehlt. Irgendwas musst du an dir haben, dass die Frauen ständig auf dich fliegen, ich befürchte, das wird noch ein .böses Ende nehmen.
Aber Spaß beiseite, irgendwie scheinen sehr viele Frauen die Apokalypse überlebt zu haben, wir sind eben doch das harte Geschlecht, auch wenn wir keine Ahnung von Autos haben. Aber Zombies zermatschen, das können wir auch, ziemlich gut sogar.^^
Apropos Spaß, den Humor hab ich diesmal ein bisschen vermisst, alle sind ein bisschen wehmütig, man merkt irgendwie, dass es dem Ende entgegen geht, Rüdigers Ende als Mensch, das unausweichlich bevorsteht. Trotzdem blitzt immer mal wieder der Sarkasmus durch, ganz ohne geht halt nicht.
Wir wissen ja alle, wie er endet, nur eben nicht, warum und wann, gerade das macht den Reiz der Geschichte aus. Natürlich abgesehen davon, dass er nicht der typische Held ist, denn Rüdiger ist weder jung, noch sonderlich attraktiv, er ist eben schlicht und ergreifend Rüdiger, die gute Seele mit einer Vorliebe für Kaffee, Anja Hansen hat einen Charakter geschaffen, mit dem man sich perfekt identifizieren kann.
Hinzu kommt seine lockere Erzählweise, mit der er den Leser an seinem Schicksal teilhaben lässt, an seiner Reise mit ehemals völlig Unbekannten, die inzwischen zu Freunden geworden sind, für die man einsteht.
Also hoch die Tassen, darauf gibt es erstmal einen (nein, keinen Kaffee, ich weiß, ich bin ein Spielverderber) Cappuccino.

Erst einmal gönne ich Rüdiger in seinem zweiten Leben einen Job als Kaffeebesitzer oder vielleicht in einer Kaffeerösterei, da würde er sicherlich glücklich werden, in diesem ist das ja nicht mehr möglich. Und auch wenn man am Ende des Buches bereits erahnt, was kommt, so bin ich gespannt auf den letzten Teil der ersten Staffel und hoffe, dass es dann mit Staffel 2 und Rüdigers Leben als Zombie weitergeht.
Wie schon für die Vorgänger, so vergebe ich auch diesmal 4 von 5 Miezekatzen, natürlich besonders für Fellpopo Hans-Günther.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.