„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 3“ – Anja Hansen

“ … Sandy und ich standen gerade in der Küche, als es klopfte. Das war gruselig. Wenn es mitten in der Apokalypse irgendwo klopft, dann geht dir der Arsch ziemlich auf Grundeis. …“

Unser Gefängnisaufenthalt war ja ganz schön spannend. Doch wie geht es jetzt weiter? In einer Villa mit Whirlpool die Apokalypse aussetzen? Klingt verlockend, aber wäre natürlich langweilig. Lest es doch einfach selbst! Ich will ja hier nichts verraten. Herzlichst, euer Rüdiger.

Der Ausflug ins Gefängnis hat zwar neue Vorräte gebracht, aber Josefs Frau ist noch immer verschwunden. Also haben es sich die fünf erstmal im Haus von Claras Chef gemütlich gemacht, der Kühlschrank ist voll und Rüdiger will Kochen, neben Kaffee ein weiteres Hobby von ihm.
Doch dann klopft es plötzlich an der Tür und draußen steht der Nachbar. Irgendetwas an ihm kommt der Gruppe merkwürdig vor …

Ja, Nachbarn sind manchmal schon ein komisches Völkchen, nicht selten gehen sie einem auf die Eier.
Das ändert sich auch in der Apokalypse nicht und obwohl den Herren, der vor der Tür steht keiner kennt, macht der sich keine Freunde. Ein komischer Kauz ist es aber auch schon, irgendwie.
Auch Clara hat ihn noch nie gesehen und sie war öfter bei ihrem Chef aus Gründen, auf die ich jetzt besser nicht eingehe, das würde sonst den ganzen Spaß verderben.
Auf jeden Fall ist diesmal sie es, die die größte Veränderung durchmacht oder vielleicht hat der Killerinstinkt auch einfach schon die ganze Zeit in ihr geschlummert, auf jeden Fall lernt man sie von einer ganz neuen Seite kennen.
Witzig finde ich auch, dass diesmal „The Walking Dead“ geschaut wird, immerhin gibt es da ja doch einige Parallelen, außerdem werden die Zombies zum ersten Mal wirklich zur Bedrohung, bisher waren sie ja eher schmückendes Beiwerk, was mir persönlich sehr gut gefällt, denn bekanntlich bin ich ja nicht der größte Fan der Untoten.
Aber was soll ich sagen, ich mag Rüdiger, den Immer-Noch-Nicht-Zombie und auch die beiden völlig gegensätzlichen Frauen finde ich immer noch sehr faszinierend. Im Dunkeln begegnen möchte ich ihnen dennoch lieber nicht.
Im Gegensatz zu den Vorgängern geht es diesmal nicht mehr ganz so humorvoll zu, trotzdem ist das Buch natürlich noch immer meilenweit von bierernst und einem Ratgeber für das Überleben in einer Welt voller Hirnfresser entfernt.

Im dritten Teil von Anja Hansens „Z Diaries“ folgen wir erneut Rüdiger und seiner Truppe, die noch immer auf der Suche nach Josefs Frau sind.
Ich bin gespannt, wohin es die kleine Gemeinschaft als nächstes verschlägt, aber nun ist erstmal warten auf die Fortsetzung angesagt, hoffentlich nicht zu lange, denn Cliffhanger sind etwas verdammt fieses, vor allem, wenn es erstmal keinen Folgeband gibt, zu dem man schnell greifen kann.^^
Auch wenn mich das ein bisschen grummelig macht, kann ich Rüdigers Charm natürlich nicht widerstehen und vergebe erneut 4 von 5 Miezekatzen.  


„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 1″
„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 2“
„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 3“
„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 4“
„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 5“
„Z Diaries: Staffel 1 – Teil 6“

„Z Diaries: Staffel 2 – Teil 1“  

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