„Mary“ – Ariana Lambert

“ … Mary, grinste. Vielleicht hatte Jen recht; vielleicht sollte sie sich wirklich mal für eine Nacht auf andere Gedanken bringen lassen. Mary war ungebunden, nicht auf der Suche nach etwas Festem und außerdem sah Nat unverschämt gut aus. Sie könnte mit ihm gehen, die Nacht mit ihm genießen, einfach mal wieder etwas Spaß haben, etwas für sich tun.
Was sollte schon passieren? …“

Nacht für Nacht kellnert Mary im runtergekommenen Stripclub Blind Date, denn allein von ihren Liebesromanen lässt sich die Miete selbst in einem schäbigen Vorort von Las Vegas nicht bezahlen. Doch sie glaubt an den Erfolg ihrer Bücher und erträgt daher die lüsternen Blicke der Gäste, wenn sie verkleidet als Marilyn Monroe abgestandenes Bier serviert. Außerdem passt Stephen, der Türsteher des Clubs, auf sie auf. Doch dann erscheint ein geheimnisvoller Unbekannter und verführt Mary zu einer wilden Nacht.
Von seinem Charme angezogen geht Mary mit ihm und lässt sich auf das Abenteuer ein.
Was soll schon passieren?

Wenn man vom Schreiben allein nicht leben kann, muss man sich einen Job suchen, um die Rechnungen zu bezahlen, so geht es auch Mary und wie viele andere kellnert sie. Mit den Männern hat sie es nicht so, wird sie doch ständig angeglotzt und betatscht, doch immer wieder taucht Mister Black Eye Beauty, wie sie und ihre Kollegin ihn heimlich nennen auf und der ist echt ein Sahneschnittchen. Er hat durchaus Interesse an der Kellnerin, aber anders, als Mary denkt. …

„Mary“ ist das inzwischen siebente eBook aus der „Blind Date mit dem Tod“ Reihe der Autorenvereinigung die Mord(s)lustigen und da mir abends im Bett ganz gerne mal eine Kurzgeschichte gönne, habe ich auch hier wieder zugeschlagen. Gut, mit 49 Seiten ist „Mary“ recht kurz, aber wie heißt es doch so schön? In der Kürze liegt die Würze. 
Ariana Lamberts Beitrag weiß zu überzeugen. Ihre Titelfigur ist eine Frau, die sich nicht zu schade dafür ist, in einem billigen Stripschuppen zu kellnern, immerhin stimmt da das Trinkgeld. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie auch Freiwild für die Männer ist. Mary weiß, was sie will und hält sich von den schmierigen Typen fern. Natürlich darf der Traumprinz nicht fehlen, hier ist es Nat, der ein Auge auf die sexy Bedienung geworfen hat. Er hat gute Umgangsformen, ein Haus und bietet Mary eine tolle Nacht. Auch am nächsten Morgen wirft er sich nicht etwa aus dem Bett, nein, er …, ach was, lest es einfach selbst und entscheidet dann, ob Nat wirklich so ein Traumtyp ist.
Die Auflösung hat mich nicht sonderlich überrascht, da es immer wieder so ein paar kleine Anspielungen gibt, trotzdem hat mich die Kurzgeschichte gut unterhalten und hey, ich liebe das Cover, das musste ich einfach noch loswerden.
Im Nachwort erwähnt Ariana Lambert übrigens, dass ihre Figuren den Autoren der Mord(s)lustigen nachempfunden sind. Mary ist klar, aber wer zum Geier ist Mister Black Eye Beauty? Das würde ich nun schon ganz gerne wissen.^^

Mary ist bisher meine liebste Geschichte der Reihe, unter anderem weil sie zeigt, dass Spannung auch ohne Blutvergießen funktioniert, dafür vergebe ich 4 von 5 Miezekatzen.

01. „Betty Beil“ – Nici Hope
02. „Danny“ – Mari März
03. „Das Chamäleon“ – Robin D. Chase
04. „Das geheimnisvolle Café“ – Stefan Lochner
05. „Heidis Reich der Träume“ – Nadine Teuber
06. „Blaubarts Ende“
07. „Mary“

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