„Die Bestie im Central Park“ – G. S. Foster

“ … Als wir die Leiche fanden, fehlten alle vier Gliedmaßen sowie große Stücke von Haut und Fleisch. Wir haben noch im Umkreis von zwanzig Metern Blutspuren gefunden. Außerdem war das Gesicht des Officers praktisch nicht mehr vorhanden. Es war regelrecht weggefressen. …“

Wenn der Mond über New York City erstrahlt … erwacht im Central Park das Grauen …

Ihr neuester Job als Ghostwriterin verschafft Penny Archer Zutritt zu den höchsten Kreisen. Sie soll ein Buch über den politischen Aufstieg der Bürgermeisterin von New York schreiben. Doch während sich diese auf ihre zukünftige Karriere als Gouverneurin konzentriert, wird der Central Park von einer grausamen Mordserie heimgesucht.
Jede Nacht gibt es neue, immer brutalere Angriffe, die die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzen. Doch obwohl die Polizei machtlos scheint und die Bürger der Stadt auf die Barrikaden gehen, spielt die Bürgermeisterin ihr eigenes Spiel, um sich weiterhin Macht und Einfluss zu sichern.
Derweil gerät Penny bei ihren Nachforschungen unfreiwillig selbst ins Visier der Ermittler und muss fliehen. Nun heißt es für sie nicht nur, ihre eigene Unschuld zu beweisen, sondern auch, die blutrünstige Bestie im Central Park zu stoppen.

Nach einem missglückten Überfall verfolgt der Polizist Harry Staple zusammen mit seinem Partner Beck den Verdächtigen in den Central Park, sie trennen sich, um ihn den Weg abzuschneiden. Plötzlich hört Beck seinen Kollegen vor Schmerzen schreien und findet kurz darauf seine übel zugerichtete Leiche. Natürlich will er Harrys Tod aufklären, wird aber überall abgewiesen und wendet sich so an Penny, die als Ghostwriterin an der Biografie der New Yorker Bürgermeisterin arbeitet.

Nach den ersten beiden Bänden ist mir die gute Penny ans Herz gewachsen und so musste ich sie natürlich auch bei ihrem dritten Fall begleiten. Diesmal soll sie die Biografie der New Yorker Bürgermeisterin Margaret Collins schreiben, die nach ihrer Amtszeit als Gouverneur kandidieren will und ein bisschen Werbung braucht. Penny ist Feuer und Flamme von ihrem neuen Auftrag, denn sie bewundert, die in ihrer Amtszeit schon einige heiße Eisen angepackt hat. Doch der Euphorie folgt schon bald Ernüchterung, denn abseits der Bühne ist sich im politischen Dschungel jeder selbst der nächste, es wird erpresst, gelogen und selbst vor Gewalt nicht zurückgeschreckt. Um ganz oben in der Politik mitzumischen, muss mein eiskalt und skrupellos sein, das zeigt Pennys Blick hinter die Kulissen. Gerade die Bürgermeisterin zeigt sich dabei von einer sehr hässlichen Seite und so ist von Pennys ursprünglicher Begeisterung schon bald nicht mehr viel übrig, aber ein Job ist ein Job.
Ich fand es erschreckend, den Volksvertretern bei ihren kleinen und großen Intrigen über die Schulter zu schauen, leider ist das keine Fiktion, wer Macht hat, nutzt sie meist nur zu gern aus und alles andere bleibt dabei auf der Strecke. G. S. Foster hat das sehr gut umgesetzt, ich habe diese Figuren verabscheut und aufs Karma gehofft …
Auch in „Die Bestie im Cenral Park“ hat Penny wieder männliche Verstärkung an ihrer Seite. Beck ist der Partner des ermordeten Polizisten, ein Raubein mit großer Klappe, im Gegensatz zu den meisten Anderen im Buch hat er allerdings das Herz am rechten Fleck und lässt sich nicht einfach mundtot machen. Beck ist eine tolle Figur, kein Held in makelloser weißer Rüstung, dafür aber jemand, auf den man zählen kann, die Welt braucht definitiv mehr von seiner Art.
Nachdem die ersten beiden Bücher sich eher mit körperlosen Erscheinungen befasst haben, wird es diesmal tierisch, das heißt aber keinesfalls, dass Schmusekurs angesagt ist, nein, es geht recht blutig zur Sache.
Wie schon bei den Vorgängern, ist der Schreibstil auch hier flüssig und der Spannungsbogen konstant, Langeweile kommt so gar nicht erst auf und auch die Charaktere handeln nachvollziehbar. Die Fortsetzung wartet bereits auf mich und ich bin gespannt, denn auch in Hollywood ist bekanntlich nict alles Gold, was glänzt.^^

Auch meinen dritten Ausflug mit Penny habe ich wieder genossen, zum einen natürlich, weil mir die ehemalige Journalistin mehr als nur ein bisschen sympathisch ist, zum anderen weil ich schon als Kind von total von mystischen Wesen fasziniert war, ich schlage hier also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, was will man mehr. Wer gern Horror und Thriller liest, kann bei diesem Genremix nichts falsch machen, also ran an den Speck. Von mir gibt es wieder 4 von 5 Miezekatzen.

01. „Der Geist eines Psychopathen“
02. „Der Dämon in den Dünen“
03. „Die Bestie im Central Park“
04. „Der Vampir von Hollywood“
05. „Der Satan in San Francisco“

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