„Ein Blick in die Hölle 7“ – Wade H. Garrett

“ … Barry hob die Flasche auf. Als er das Wort WAFFENÖL las, schaute er verwirrt drein. »Wofür zum Teufel ist das?«
»Um seine Waffe zu ölen.«
»Welche Waffe?«
»Die zwischen seinen Beinen. Oder er kann draufspucken, wenn er will. Mir ist das scheißegal. « …“ (Seite 76-77)

Die Folterorgien des Todesengels gehen weiter. 

Seth bittet seine Mitstreiter Missy, Wyatt, Barry und Kenneth, ihm bei einer besonderen Aufgabe zu helfen. Er möchte mit ihnen den Bundesstaat Texas bereisen, um erbarmungslose Rache an den schlimmsten Kriminellen unserer Gesellschaft zu verüben.

Die ultrabrutale EIN BLICK IN DIE HÖLLE-Serie ist die meistgehasste im Festa-Programm – und die am meisten bejubelte …
Hate Seth or love Seth. Augen auf und durch.

Seth bekommt den Auftrag, den Tod von Frau und Kind eines reichen Software-Unternehmers zu rächen. Auf dem Weg zu den 3 Tätern soll er jedoch weitere Verbrecher ausschalten, insgesamt bekommt er eine Liste mit 75 Namen in die Hand gedrückt, zu viel Arbeit für ihn allein und so sucht er sich Unterstützung. Verstärkung ist zwar gut, allerdings bleiben auch Reibereien untereinander nicht aus. …

Meine Reise mit Seth habe ich etwas hinausgezögert, da Band 7 und 8 ja zusammengehören, da die Fortsetzung ja aber Ende des Monats erscheinen soll, habe ich meine Koffer endlich gepackt und mich auf den Weg gemacht.^^
Diesmal erwartete mich allerdings ein etwas anderer Feldzug. Dass der gute Seth einen Handlanger hat, ist ja inzwischen nichts Neues mehr, diesmal entwickelt sich der Trip jedoch zum Teamausflug, So gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit Barry und dem Journalisten Wyatt, beide sind dem Todesengel ja bereits zur Hand gegangen.
„Viele Köche verderben den Brei“ heißt es ja so schön und so ein bisschen hatte ich auch hier das Gefühl. Nein, „Ein Blick in die Hölle 7“ ist kein schlechtes Buch, absolut nicht, mir persönlich waren diesmal allerdings zu viele Personen an den Aktionen beteiligt und vor allem Barry ging mir einfach nur fürchterlich auf die Nerven. Die andauernden Provokationen untereinander mag der eine oder andere sicherlich lustig gefunden haben, mir kam mir aber eher vor wie im Kindergarten. Natürlich musste ich ab und an trotzdem grinsen, aber es war einfach zu viel des Guten. Genauso ergeht es mir inzwischen mit sämtlichen Schwanzfolterorgien. Sie sind zwar immer wieder ein wenig anders, aber generell geht es immer nur um eines: Schwanz ab, auf die eine oder andere Art, das wird langsam aber sicher etwas öde.
Ich mag Seth immer noch, genauso wie den teils doch sehr bösartigen Humor von Wade H. Garrett und freue mich auf die baldige Fortsetzung, aber es wäre toll, wenn er sich mal wieder ausführlicher anderen Teilen der menschlichen Anatomie widmen würde.

Seth ist unterhaltsam wie eh und je, gibt hier das Zepter aber immer wieder aus der Hand und gerät so fast ein bisschen in den Hintergrund. Wie schon die Vorgänger, ist auch „Ein Blick in die Hölle 7“ völlig zu recht in der Festa Extrem Reihe erschienen, es geht wieder verdammt böse und blutig zur Sache, auch wenn ich mir da inzwischen ein wenig mehr Abwechslung wünschen würde. Dieses ständige „Schwulennummer-Gelaber“ ist auf Dauer ganz schön nervig und absolut unnötig, es gibt so viele andere Arten, jemanden zu demütigen.
Deswegen vergebe ich diesmal auch nur 3,5 von 5 Miezekatzen, auch wenn ich natürlich trotzdem gespannt darauf bin, wie sich dieser blutige Roadtrip weiterentwickelt.^^
Und für alle, die die Reihe noch nicht kennen, hier noch einmal eine Warnung. Wer einen schwachen Magen hat, sollte die Hände von den Büchern lassen, denn Seth geht verdammt blutig und brutal zu Werke und auch der Schreibstil ist dem Thema angepasst, es wird geflucht und es fallen böse Worte, anders würde es hier aber auch gar nicht passen.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.