„Betty Beil“ – Nici Hope

“ … Schließlich will ich, dass Sex wieder ein Teil meines Lebens wird. Nicht dieser eingeschlafene Sex in langen Beziehungen, sondern aufregender Sex. Was anderes kennenlerne. Andere Männer, neue Lust, begehrt werden. Ja, das ist primitiv. Aber es wird nach acht Jahren brav sein, mal wieder Zeit, das Vergnügen zu jagen. Mal wieder lebendig und wild zu sein. …“

Autorin Nici ist wieder Single. Nach einem kleinen Schubs ihrer Freundin Mia, meldet sie sich bei Tinder an und stürzt sich in prickelnde Sexdates. Doch warum verschwinden die Männer danach? Während Nicis Libido neu aufblüht, schlitzt sich ein Killer mit Beil durch die Kleinstadt.

Nach 8 Jahren in einer festgefahrenen, langweiligen Beziehung hat sich Autorin Nici endlich getrennt. Eine neue Beziehung sucht sie nicht, aber gegen Sex hat sie nichts einzuwenden und so meldet sie sich auf Rat ihrer Freundin Mia bei Tinder an.
Gleich der erste Bettgenosse ist ein Treffer und man bleibt in Kontakt, doch warum meldet er sich plötzlich nicht mehr?

Mit „Betty Beil“ von Nici Hope habe ich nun auch die letzte Kurzgeschichte aus der Blind Date mit dem Tod Reihe der Mord(s)lustigen gelesen. Eigentlich der erste Teil, kam er bei mir als letztes an die Reihe. Ich gebe es zu, ich hab eine ganze Weile gezögert, denn während die anderen Geschichten im Schnitt 0,99 € kosten, muss man bei Betty Beil für 60 Seiten stolze 3,33 € berappen. Aber natürlich hat, wie nicht anders zu erwarten, die Neugier am Ende gesiegt.^^ 100%ig überzeugt hat mich „Betty Beil“ allerdings nicht, was wohl auch daran liegt, dass ich Geschichten aus der Ich-Perspektive nicht sonderlich mag, ich erwähnte das schon das eine oder andere Mal. Manchmal passt es, meistens mag ich es aber eher weniger, so wie hier.
Dafür finde ich es interessant, sich selbst zum Helden seiner Story zu machen, gerade, weil man als Autor da doch einiges von sich preisgibt. Und was soll ich sagen, ich mochte Nici, die recht ungezwungen an ihr neues Leben herangeht, die frei sein und Spaß haben will, ohne Verpflichtungen. Ja, auch als Frau darf man sich einen Mann aufreißen, daran ist nichts Verwerfliches, für diese Botschaft gibts auf jeden Fall einen Daumen nach oben. Den gibts übrigens auch für das Cover, schlicht, aber doch sehr passend.

Wer auf Sex und ein bisschen Blut steht, ist mit „Betty Beil“ gut bedient, mir persönlich fehlte allerdings ein bisschen der Hintergrund zu diesem ganzen Shushienae – Ding. Beim Googeln bin ich dann auf allerlei esoterischen Kram gestossen, nicht unbedingt meins, aber zumindest habe ich herausgefunden, dass Shushienae der Engel der Reinheit ist. Das wird zwar kurz erwähnt, geht aber dann etwas unter.
Für Nici Hopes Kurzgeschichte vergebe ich so 3,5 von 5 Miezekatzen.

01. „Betty Beil“ – Nici Hope
02. „Danny“ – Mari März
03. „Das Chamäleon“ – Robin D. Chase
04. „Das geheimnisvolle Café“ – Stefan Lochner
05. „Heidis Reich der Träume“ – Nadine Teuber
06. „Blaubarts Ende“
07. „Mary“

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